13 Verletzte bei A2-Unfall in Braunschweig – 3 in Lebensgefahr

Braunschweig  Ein Kleinlaster fuhr aus noch ungeklärter Ursache gegen einen Anpralldämpfer am Rand der Fahrbahn, stürzte um und blieb quer auf der Fahrbahn liegen.

Insgesamt waren fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt.

Foto: Jörg Koglin

Insgesamt waren fünf Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt. Foto: Jörg Koglin

Bei einem schweren Unfall mit einem ukrainischen Kleinbus sind am frühen Sonntagmorgen 13 Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen schwer. Laut Polizei schweben drei von ihnen in Lebensgefahr. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die A2 am Sonntagvormittag für mehrere Stunden gesperrt. Rettungskräfte aus der gesamten Region und darüber hinaus waren stundenlang im Einsatz. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser in Braunschweig, Wolfenbüttel, Gifhorn, Peine und Wolfsburg gebracht.

Der mit acht Mann vollbesetzte Sprinter fuhr um 5.31 Uhr auf der A2 zwischen der Abfahrt Flughafen und Braunschweig Nord (Fahrtrichtung Hannover) aus noch ungeklärter Ursache gegen einen Anpralldämpfer am Rand der Fahrbahn. Der Kleinbus stürzte um und blieb quer auf der Fahrbahn liegen.

„Weil es noch dunkel war, hatten die anderen Verkehrsteilnehmer nur den schwarzen Unterboden des Kleinlasters vor Augen“, sagte ein Polizeisprecher unserer Zeitung. Das Hindernis erkannten die Fahrer dreier weiterer Fahrzeuge, eines davon aus den Niederlanden, eines aus Großbritannien, daher zu spät – und krachten in den Sprinter.

Der 38-jährige Fahrer des Kleinbusses verletzte sich bei dem Unfall leicht. Die anderen sieben Insassen im Alter zwischen 26 und 56 wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Die Gruppe in dem Sprinter soll laut Polizei unterwegs zu Verwandten in Belgien gewesen sein. Ersthelfer begannen noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte damit, die Menschen aus dem zertrümmerten Kleinbus zu befreien. Sie wurden von einem Notfallseelsorger betreut.

Wie die Polizei berichtet, hörte die Besatzung eines Streifenwagens das Krachen des Unfalls. Sie stand auf dem etwa einen Kilometer entfernten Polizeigelände und setzte sich sofort in Bewegung. Wegen der hohen Anzahl an Verletzten löste der Einsatzleiter Martin Stenz den Alarm „Massenanfall von Verletzten“ aus. Nach Ansicht von Beobachtern, die ihre Eindrücke schilderten, hätte der schreckliche Unfall noch weitaus schlimmere Folgen haben können. Doch zum Unglückszeitpunkt am Sonntagmorgen herrschte kein LKW-Verkehr.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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