Bau des Parkhauses am Flughafen beginnt

Braunschweig  Mehr als 650 Stellplätze werden entstehen. Ziel: Das Parkchaos vorm Braunschweiger Tower soll endlich ein Ende haben.

Vor einem halben Jahr wurde das Lilienthalhaus eröffnet – jetzt folgt der nächste Schritt zur Erweiterung und Aufwertung des Forschungsflughafens. Wie die Braunschweig Zukunft GmbH mitteilt, haben die Bauarbeiten für ein Parkhaus begonnen.

Es soll Ende Juli fertig sein und mehr als 650 Stellplätze bieten. Ziel ist es, den Lilienthalplatz zu entlasten, der momentan als Parkplatz dient und mit seinen 300 Stellplätzen seit langem aus allen Nähten platzt.

Wie Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa in einer Pressemitteilung erläutert, sollen die Dauerparkplätze in das neue Parkhaus verlagert werden, so dass der Lilienthalplatz wieder seine ursprüngliche Platzfunktion übernehmen kann: „Damit entsteht ein attraktiver Raum, der als Ankunftsort für die Fluggäste und als Aufenthaltsort für die Beschäftigten im Umfeld dient.“

Das heißt: Von den 300 Parkplätzen vor dem Tower werden nur ungefähr 70 Parkplätze bleiben, die in kostenpflichtige Kurzzeitparkplätze umgewandelt sollen. Im Parkhaus werden rund 400 Plätze für Dauerparker eingerichtet, heißt es. Die Gebühren dort sollen sich an den städtischen Parkhäusern in der Innenstadt orientieren. Bei der Vorstellung der Pläne im vergangenen Jahr hatte die Stadtverwaltung außerdem angekündigt, dass eine Reservefläche bereitstehe, falls sich die Zahl der Beschäftigten am Flughafen weiter erhöht: Direkt neben dem Parkhaus-Neubau könnte ein zweites Parkhaus entstehen.

Das jetzt im Bau befindliche Parkhaus soll Wirtschaftsdezernent Leppa zufolge zunächst 20 Ladepunkte für E-Fahrzeuge erhalten. Außerdem sei ein Forschungsanbau geplant. Das Ziel: Einige Bereiche des Parkhauses sollen für die Nutzung als Forschungsparkhaus ausgelegt werden. Dort könnten dann zum Beispiel neue Technologien für das Parkraummanagement erprobt werden.

Für den Bau des Parkhauses war eigens die Braunschweiger Parken GmbH gegründet worden. Gesellschafter sind die Volksbank Brawo mit 75 Prozent und die städtische Tochtergesellschaft Strukturförderung Braunschweig GmbH mit 25 Prozent. Die Gesamtinvestition liegt bei fast acht Millionen Euro.

Die Volksbank hatte bereits für 16 Millionen Euro das Lilienthalhaus errichtet – in Zusammenarbeit mit dem Forschungsflughafen. Es ist ein Arbeitsort für Ingenieure und Wissenschaftler, die sich mit Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehrstechnik befassen. Weitere Lilienthalhäuser sollen folgen. Insgesamt vier dieser Büro- und Geschäftshäuser könnten auf dem Gelände errichtet werden, hatte die Volksbank Brawo angekündigt.

Am Forschungsflughafen befinden sich laut der Wirtschaftsförderung bereits mehr als 40 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 2800 Beschäftigten.

Im Zuge der Bauarbeiten für das Parkhaus sollen auch eine neue Abbiegespur sowie ein Fußgängerüberweg an der Hermann-Blenk-Straße entstehen.

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