Ex-Praktiker-Baumarkt wird abgerissen

Braunschweig  An der Berliner Straße in Gliesmarode sollen rund 350 Wohnungen entstehen. Der Investor will 2018 bauen.

Jahrelang verwahrloste das Gelände des früheren Praktiker-Baumarkts. Doch seit September sind die Abrissbagger an der Berliner Straße aktiv. Sie schaffen Platz für ein neues Quartier. Das Braunschweiger Unternehmen Kappe Projektentwicklung GmbH will rund 350 Mietwohnungen bauen.

„Wir hoffen, dass wir Mitte 2018 beginnen können“, sagt Geschäftsführer Hendrik Kappe auf Anfrage. „Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant.“ Sechs bis sieben Gebäude sind vorgesehen. Bei den Wohnungen soll es sich überwiegend um kleine Appartements ab 22 Quadratmeter handeln, aber auch um Wohnungen bis 88 Quadratmeter.

„Unser Fokus liegt auf guter Bezahlbarkeit“, betont Kappe, der unter anderem Studenten als Mieter im Blick hat. Zudem werde auch die von der Stadt geforderte Quote für sozialen Wohnungsbau erfüllt.

„Käufer der Wohnungen werden in erster Linie Kapitalanleger sein, die die Wohnungen anschließend vermieten“, erläutert er. „Wir rechnen auch mit Blockverkäufen an private oder institutionelle Investoren.“ Vorbild dafür sind zum Beispiel Kappes Projekte an der Wendenstraße und der Bockstwete: Dort entstanden rund 200 Apartments, die vor allem für Studenten und Singles gedacht sind.

Zusätzlich zu den Wohnungen will Kappe auch Gewerbeflächen schaffen. So sei ein Boardinghouse mit knapp 120 Betten geplant – diese Apartments werden jeweils für mehrere Wochen oder Monate vermietet. Außerdem soll ein Biomarkt gebaut werden.

„Optional sind auch Flächen für eine Büronutzung und / oder gegebenenfalls auch ein Fitnessbereich vorgesehen“, sagt er. An der Bahnlinie entsteht ein Parkhaus für rund 300 Autos. Wie Kappe erläutert, soll ein Blockheizkraftwerk das Quartier an der Berliner Straße mit Wärme und Strom versorgen.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung liegt bereits ein Entwurf für den Bebauungsplan vor. Er soll den Bürgern im November in einer Infoveranstaltung vorgestellt werden. „Dann besteht die Möglichkeit, Anregungen und Hinweise zu äußern“, sagt Stadtsprecher Rainer Keunecke. „Es folgt wie üblich die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.“ Von den Ergebnissen hänge es ab, ob den Gremien wie geplant Anfang 2018 ein Beschluss zur Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfes vorgelegt werden könne. Nach der Auslegung hat der Rat das letzte Wort.

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