Radfahrer bekommen wieder sichere Fahrt zum Flughafen

Braunschweig  Nach einem Aufreger bei „Alarm 38“ sorgt die Stadtverwaltung für eine bessere Lösung.

Ein Ortstermin der Verantwortlichen der Stadt ergab: Das Verkehrszeichen „Verbot für Radfahrer“ wird hier jetzt wieder entfernt. Der Weg wird dann auch für Radfahrer – wie gewohnt – freigegeben.

Ein Ortstermin der Verantwortlichen der Stadt ergab: Das Verkehrszeichen „Verbot für Radfahrer“ wird hier jetzt wieder entfernt. Der Weg wird dann auch für Radfahrer – wie gewohnt – freigegeben.

Foto: Henning Noske

Das Beziehungsgeflecht zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern ist kompliziert, wenngleich sich fast jeder ständig wechselnd in einer der genannten Rollen wiederfindet. Man muss aufeinander Rücksicht nehmen – und die Regeln müssen eindeutig sein und eingehalten werden.

Ein interessanter Fall, der in unserem Portal „Alarm 38“ aufgeworfen wurde, beschäftigte jetzt die Stadtverwaltung – mit einem guten und vorbildlichen Ergebnis. Denn von dieser Woche an bekommen große und kleine Radler wieder freie Fahrt auf dem gewohnten Weg am Waggumer Weg in Richtung Flughafen.

In einer Art Schildbürgerstreich hatten die Verantwortlichen dort – in Höhe der Autobahnabfahrt von der A2 – ein „Radfahrer frei“ auf dem seit Jahrzehnten gewohnten Weg aus dem Querumer Forst kommend durch ein Verbotsschild für Radfahrer ersetzt. Hintergrund: Die Radfahrer sollen auf die Straße wechseln, denn dort haben sie ohnehin Vorfahrt.

Ein weiterer Hintergrund: Auf dem Waggumer Weg war für die Autofahrer die Vorfahrtsregelung geändert worden, damit es nicht zu gefährlichen Rückstaus auf der A2 in Fahrtrichtung Berlin kommt. Deshalb hat der Waggumer Weg gegenüber der Eckener- Straße nun Vorrang erhalten, wovon schließlich auch die Radfahrer profitieren sollen.

In einer ersten Antwort auf unsere Anfrage hatte die Stadtverwaltung noch mitgeteilt: „Nach Einschätzung der Verwaltung ist die Verkehrsführung sicher. Der Waldweg endet an einer sehr übersichtlichen Stelle. Der Autoverkehr ist gut einsehbar, ebenso wie die Radfahrer hier gut für die Autofahrer sichtbar sind. Deshalb ist für die Radfahrer ein sicherer Wechsel auf die breite Fahrbahn des Waggumer Wegs möglich.“

Und wo es nicht unbedingt erforderlich sei, da verzichte die Stadt darauf, „Fahrradfahrer auf linksseitigen Radwegen zu führen, da dies grundsätzlich ein erhöhtes Gefahrenpotenzial birgt“.

Dass diese Antwort etwas lebensfern ist, dämmerte indes den Verantwortlichen der Stadtverwaltung nach dem Alarm-38-Aufreger und entsprechenden Recherchen der Redaktion – und nach einem erneut anberaumten Ortstermin der Zuständigen.

Denn die Situation vor Ort – auf Ausflugsfahrt vom Waldweg aus dem Querumer Forst kommend – legt einen Weg auf die Straße direkt vor die von der Autobahn kommenden Fahrzeuge nicht unbedingt nahe. Das sieht eher gefährlich aus. Mehr noch: Einmal unter der Brücke auf der rechten Straßenseite hindurchgefahren (siehe Foto), müssen die Radler dann ja doch wieder nach links auf den gleichen Fußweg zurück. Und da heißt es dann doch wieder: „Radfahrer frei“.

„Wir haben uns das noch einmal angeschaut – und so kann es tatsächlich nicht bleiben. Wir werden noch in dieser Woche zum alten Zustand zurückkehren und den Fußweg durchgehend wieder für Radfahrer freigeben. Er ist mit drei Metern ausreichend breit“, meldete jetzt der Fachbereichsleiter für Tiefbau und Verkehr, Klaus Benscheidt, unserer Zeitung.

Erst im weiteren Verlauf der Strecke und deutlich übersichtlicher, so Benscheidt, würden die Radfahrer Richtung Flughafen dann über die dort vorhandene Mittelinsel auf einen Fußweg an der rechten Straßenseite Richtung Flughafen geführt.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (32)