VW-Werker gegen Eckert & Ziegler

Braunschweig  VW-Werker demonstrieren gegen Eckert & Ziegler: In Braunschweig wurde Ministerpräsident Stephan Weil eine Petition übergeben.

Das Firmengelände Eckert & Ziegler in Braunschweig.

Das Firmengelände Eckert & Ziegler in Braunschweig.

Foto: Flentje

Zum ersten Mal hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) Dienstag eine Betriebsversammlung von Volkswagen besucht. Im Werk Braunschweig empfingen ihn Mitarbeiter des Konzerns mit einer Petition gegen den Ausbau der Firma Eckert & Ziegler im Stadtteil Thune.

„Kein Atommüll neben unseren Kindern“ stand auf einem mehrere Meter breiten Transparent. Die Firma Eckert & Ziegler will eine neue Halle zur Behandlung schwach radioaktiver Abfälle errichten. Ob sie das darf, prüft das Oberverwaltungsgericht. Viele Bürger sorgen sich um ihre Gesundheit. Die Firma hält das für unbegründet, auch das Verwaltungsgericht Braunschweig hat in diesem Sinne geurteilt.

Was hat der VW-Betriebsrat, auf dessen Versammlung die Petition überreicht wurde, überhaupt mit Eckert & Ziegler zu tun? „Wir nehmen jedes Anliegen unserer Mitarbeiter ernst“, sagte Uwe Fritsch, Betriebsratschef im Werk Braunschweig. „Auch wenn es nicht um das eigene Unternehmen geht – bei den Themen gesundes Leben und gesundes Arbeiten sind wir zuständig.“

Dass Eckert & Ziegler nur tut, was genehmigt ist, und nichts genehmigt wird, was die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet, lässt André Huk, einer der Petitions-Initiatoren, nicht gelten. Unserer Zeitung sagte er: „Die NPD ist ja schließlich auch offiziell erlaubt.“

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