Klares Votum gegen eine Erweiterung

Braunschweig  Die Firma Eckert & Ziegler war auch Thema im Bezirksrat in Querum.

Die Bezirksratsmitglieder des Stadtbezirks Wabe-Schunter-Beberbach haben einstimmig Bedenken gegen die Pläne für den Bau einer zusätzlichen Halle auf dem Gelände des Firmenkomplexes um Eckert & Ziegler in Thune angemeldet. Thune liegt im benachbarten Stadtbezirk Wenden-Thune-Harxbüttel. Bei Eckert & Ziegler wird unter anderem radioaktiver Abfall konditioniert und aufbereitet.

„Die kerntechnischen Anlagen liegen zwar im Nachbarbezirk“, sagte Bezirksbürgermeister Gerhard Stülten (SPD) bei einer Sitzung in Querum, begründete aber: „Unsere Stadtteile sind in mehrfacher Hinsicht betroffen.“

Dabei nannte er vor allem das Lessing-Gymnasium, das nur durch den Mittellandkanal von Eckert & Ziegler getrennt sei. „Viele Schüler aus unseren Stadtteilen verbringen dort den Großteil ihrer Schulzeit“, erläuterte Stülten die interfraktionelle Anregung, die per Votum von allen Vertretern der SPD, Grünen und BIBS unterstützt wurde.

Zudem sehe man – jetzt und in Zukunft – erhebliches Gefährdungspotenzial durch etwaige Transporte radioaktiven Materials durch den Stadtbezirk oder zum Flughafen in Waggum.

Die CDU-Fraktion nahm nicht an der Abstimmung teil, weil sie sich aufgrund der Lage der Atomfirma in einem anderen, wenn auch benachbarten Stadtbezirk als nicht zuständig erklärte.

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