Linke schleuderten Flaschen gegen NPD-Lkw

Braunschweig  Die Polizei nahm zwei Demonstranten in Gewahrsam. Auch Eier flogen am Altstadtmarkt.

Teilnehmer der Gegendemonstration am Altstadtmarkt.

Teilnehmer der Gegendemonstration am Altstadtmarkt.

Foto: Norbert Jonscher

Zwar sehr laut, aber überwiegend friedlich verlief am Montagabend die Gegendemonstration zur NPD-Kundgebung auf dem Altstadtmarkt. Polizeiangaben zufolge gab es jedoch zwei Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Zwei polizeibekannte Teilnehmer (24 und 33 Jahre alt) aus dem Block der autonomen Linken sollen Bierflaschen gegen den Partei-Lkw der Nationaldemokraten geschleudert haben.

Laut Polizeisprecher Joachim Grande wurden die beiden Männer in Gewahrsam genommen, bei sieben Demonstranten wurden die Personalien festgestellt.

Wie Udo Sommerfeld, Versammlungsleiter der kurzfristig vom Platz an der Martinikirche an den Altstadtmarkt verlegten Gegendemonstration, erklärt, flogen die Flaschen erst nach Ende der Gegendemonstration.

Für Verärgerung habe zuvor das Eingreifen der Polizei gesorgt, so Sommerfeld. „Ein Polizist, der sich mir als Ansprechpartner vorstellte, forderte mich auf, dafür zu sorgen, dass eine Packung Eier, die Demonstranten mitgebracht hatten, sichergestellt werden.“ Genau in dem Augenblick sei die Polizei dann auf die „Passanten“ mit den Eiern losgegangen und hätte versucht, die Eier zu beschlagnahmen. „Dabei sind die Eier kaputt gegangen.“

Dass man versucht habe, die Absperrgitter der Polizei auszuhebeln, habe er nicht bemerkt. Wie kurzfristig von der Polizei angeordnet, seien acht eigene Ordner im Einsatz gewesen, sagt Sommerfeld: ein Ordner für je 50 Demonstranten.

Ursprünglich war die Gegendemo für den Altstadtmarkt angemeldet gewesen. Das habe die Stadt jedoch abgelehnt und die Demo auf den Eiermarkt verlegen wollen. Nach einem Einspruch sollte dann an der Martinikirche demonstriert werden. Doch die Demonstranten hätten sich am Montag auf dem Altstadtmarkt versammelt. Daraufhin habe die Stadt die Versammlung dort am Nachmittag kurzfristig für genehmigt erklärt, so Udo Sommerfeld.

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