Vier Polizisten von Bochumer Hooligans verletzt

Braunschweig  Vier Polizeibeamte sind am Samstag am Rande der Zweitliga-Partie zwischen Eintracht Braunschweig und VfL Bochum von Bochumer Fans verletzt worden.

Die Polizei hatte beim Eintracht-Spiel eine Menge Arbeit.Symbolfoto

Die Polizei hatte beim Eintracht-Spiel eine Menge Arbeit.Symbolfoto

Beteiligt an den Auseinandersetzungen waren auch Braunschweiger Fans, die nach dem Spiel ihrem Unmut gegen die Polizei Ausdruck verliehen. Die Beamten wollten verhindern, dass auswärtige Ultra-Fans von den Braunschweigern verprügelt werden. Polizeisprecher Joachim Grande: „Es gab mehrere Festnahmen und Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Widerstand und Landfriedensbruch.“

Die ersten Zwischenfälle hatte es mittags am Hauptbahnhof gegeben, als einige der rund 600 Bochumer Fans, die mit der Bahn angereist waren, in einem Bus Sitze beschädigten. Der Bus sollte die Fans, wie üblich, direkt ins Stadion bringen, um Kontakte mit Braunschweiger Fans zu vermeiden. Die Bochumer seien wohl ärgerlich gewesen, dass sie von der Polizei in den Bus gedrängt wurden, sagte Karsten König, Leiter des Braunschweiger Fan-Projekts.

Als daraufhin Beamte, die den Shuttle-Bus begleiteten, eingriffen, seien sie geschlagen und getreten worden, so Joachim Grande. In einem zweiten Bus hätten die Bochumer daraufhin versucht, diesen so aufzuschaukeln, dass er umkippt. Auch hier seien Beamte geschlagen und getreten worden. Gegen fünf Bochumer werde ermittelt.

Nach der Partie ging der Ärger Polizeiangaben zufolge weiter – diesmal habe es allerdings Zwischenfälle mit Braunschweiger Fans gegeben, die sich an der Shell-Tankstelle versammelt hätten, so Grande. Nachdem die Polizei zunächst den Pulk aufgelöst hatte, seien etwa 30 Personen später zurückgekehrt. Ein Stein sei geflogen. Den Rädelsführer dieser Gruppe habe man ermittelt, so die Polizei. Es habe mehrere Anzeigen gegeben.

Für Fan-Projekt-Leiter Karsten König steht fest: Dieser Zwischenfall stehe eindeutig im Zusammenhang mit einer etwa 80 Personen zählenden Ultra-Gruppierung, die in Block 15 das Spiel verfolgt und dabei ein Banner „Braunschweig Curva Nord“ ausgehängt hatte. Die Aktion sei im Internet zuvor angekündigt und Braunschweiger Fans so massiv verleumdet worden, dass sie sich rächen wollten. Um Schlägereien zu verhindern, habe ein Shuttle-Bus diese Ultras eine Stunde nach Spielschluss aus dem Stadion gefahren.

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