Leserforum Thune: Stadt äußert sich zu Evakuierungsplänen

Braunschweig  Wie ist die Stadt auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet – darum geht es heute in unserer Reihe Fragen und Antworten zum Thema „Atommüll in Thune“.

Erster Stadtrat Carsten sprach beim Leserforum dieser Zeitung zum Thema „Atommüll in Thune“ für die Stadtverwaltung.

Erster Stadtrat Carsten sprach beim Leserforum dieser Zeitung zum Thema „Atommüll in Thune“ für die Stadtverwaltung.

Foto: Rudolf Flentje

Nach dem Leserforum setzen wir die Veröffentlichung der Fragen unserer Leser und der Antworten fort. Heute Antworten der Stadt Braunschweig, die uns von Erstem Stadtrat Carsten Lehmann und Klaus Hornung, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Umweltschutz, schriftlich erreichten.

Am 26. Juni 2012 hat Minister Schünemann, in Bezug auf denkbare Einsätze der Feuerwehr bei Eckert & Ziegler Nuclitec (EZN), im Landtag ausgesagt: dass in der Stadt Katastrophenschutz- und Evakuierungspläne mit detaillierten Informationen zu Unterbringungsmöglichkeiten der Bevölkerung existieren. Konkret: Wo soll die Bevölkerung aus Wenden und Thune untergebracht werden?

Für einen von der Verwaltung als ganz unwahrscheinlich angenommenen Evakuierungsfall stehen sowohl im näheren Umfeld als auch in größerer Entfernung ausreichend geeignete Unterkünfte wie Schulen, Turnhallen usw. zur Verfügung.

Dies ist im Evakuierungsplan, der 2011 zuletzt aktualisiert wurde, detailliert aufgelistet. Wo die Unterbringung dann im konkreten Fall tatsächlich erfolgt, wird im Einzelfall nach den Gesamtumständen des Evakuierungsfalls entscheiden

Da ein Großteil der Thuner Bevölkerung nördlich von EZN wohnt, kann eine Evakuierung sinnvoller Weise ja nur über den Landkreis Gifhorn erfolgen, da die Wege Richtung Stadtgebiet ja Richtung EZN-Gelände und damit in das Gefahrengebiet führen.

Das Gebiet könnte grundsätzlich auch nach Westen oder Süden evakuiert werden. Die Evakuierungswege müssen im Schadensfall auch in Abhängigkeit von der Windrichtung kurzfristig festgelegt werden.

Sind die Pläne mit den zuständigen Stellen in Gifhorn abgestimmt?“

Die Katastrophenschutzpläne werden wechselseitig regelmäßig ausgetauscht. Der Evakuierungsplan betrifft ausschließlich das Braunschweiger Stadtgebiet. Wenn eine Evakuierung in den Landkreis Gifhorn notwendig würde, würde die Einsatzleitung eine einsatzbezogene Abstimmung kurzfristig vornehmen.

Wird fortgesetzt.

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