Fracking-Firma will ab 2014 in unserer Region bohren

Braunschweig  Leidenschaftlich stritten am Dienstag Gegner und Befürworter der Fracking-Technik darüber, ob die Schiefergas-Förderung gefährlich ist. In der Braunschweiger Stadthalle ging es lebhaft zu.

In der offenen Diskussionsrunde standen die Bürger Schlange, um Fragen zu stellen. Foto: Peter Sierigk

In der offenen Diskussionsrunde standen die Bürger Schlange, um Fragen zu stellen. Foto: Peter Sierigk

Doch am Lauf der Dinge ändert die Debatte wohl nichts. Schon im Jahr 2014 soll es Testbohrungen in unserer Region geben. Dies kündigte Klaus Angerer, Geschäftsführer BNK Petroleum, gegenüber unserer Zeitung an. Angerer berichtete während der Experten-Anhörung, die der Großraumverband organisert hatte, BNK habe sich das Recht gesichert, in Teilen von Braunschweig, Wolfenbüttel, Gifhorn, Helmstedt, Peine und Salzgitter nach Schiefergas zu suchen.

Der BNK-Geschäftsführer kündigte an, beim Landesbergbauamt Hannover demnächst diesen Antrag zu stellen. Sollte Schiefergas im Boden lagern, würden die Testbohrungen zunächst an drei Stellen geplant. Bestätigen sich die Erwartungen, will das Unternehmen im Jahr 2017 das Schiefergas fördern.

Die Erkundung muss man sich laut Angerer so vorstellen: „Erkundet wird mit großen Lastwagen, die Schallwellen in den Untergrund senden. Dies stehe ab Frühjahr 2013 an. Die Auswertung der geologischen Daten wird uns erst zeigen, ob Erdgas zu finden ist, wo genau vielversprechende Stellen zu finden sind.“ Beim Fracking werden große Mengen von Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst. So entstehen Risse im Schiefer, Erdgas entweicht.

Als Warner vor dieser Technik trat gestern neben vielen anderen Klaus-Peter Schleicher auf, Wasserbau-Experte von der TU-Braunschweig: „Die Bohrungen sind so stark, dass sie die Druckverhältnisse sogar im Asse-Bergwerk verändern können.“

Wir haben am Dienstagabend laufend per Live-Ticker über die Debatte in der Stadthalle berichtet. Hier unser Live-Ticker zum Nachlesen:

+++20.51 Uhr: Der Saal hat sich in der letzten Stunde der Veranstaltung deutlich geleert und ist beim Schlusswort nur noch zur Hälfte besetzt. Wir haben eine lebhafte und emotionale Diskussion erlebt. Detlef Tanke vom Großraumverband hat die Veranstaltung soeben beendet.

+++20.48: Uhr: Detlef Tanke vom Großraumverband dankt dem Zweckverband für die gute Organisation und Durchführung der Veranstaltung. Tanke bittet das Publikum um Applaus für die Experten, die sich den Fragen gestellt haben.

+++20.45 Uhr: Die extra um 30 Minuten verlängerte Diskussion neigt sich dem Ende zu. Jens Palandt, Erster Verbandsrat des Zweckverbandes, bittet Detlef Tanke vom Großraumverband um ein Schulussfazit und bedankt sich für die vielen Wortmeldungen beider Seiten.

+++20.41 Uhr: Rochus Rieche vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, der Genehmigungsbehörde, nimmt Stellung zum Vorwurf, dass Podium bestünde bis auf eine Ausnahme aus reinen Fracking-Befürwortern. Er betont die Neutralität seiner Behörde. Auch seine Ausführungen werden wiederholt unterbrochen.

+++20.30 Uhr: Die letzte Frage wird zugelassen. Der Fragesteller will wissen, wie tief gebohrt werden darf, um jegliche Kontamination zu vermeiden. Eine konkrete Antwort kann ihm vom Plenum nicht gegeben werden, da die Werte von geologischen Verhältnissen abhängen würden.

+++20.15 Uhr: Eine Repräsentantin der Bürgerinitiative Braunschweig (BiBS) kritisiert die Bohrungen in der Nähe von Städten. Sie äußert den Wunsch, besser über Gefahren informiert zu werden.

+++20.10 Uhr: Die Kommentare und Beiträge aus dem Plenum werden zunehmend polemischer. Manch einer versucht, die Redner aus Politik und Industrie zu diskreditieren.

+++20.06 Uhr: Dr. Sebastian Herbeck, der Vertreter des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, stellt noch einmal klar, dass das Land Niedersachsen Fracking befürwortet, um Energie bezahlbar zu halten. Es bestünden keine Sicherheitsrisiken. Herbeck erntet lebhafte Zwischenrufe.

+++20.00 Uhr: Einer der Zuhörer fordert eine sofortige Einstellung aller Erdgasförderungen. Es gibt heftigen Applaus des Plenums als Reaktion.

+++19.53 Uhr: Ein Beitrag aus dem Plenum: "Wer haftet eigentlich konkret für eventuelle Schäden?" Es folgen persönliche Angriffe des Fragestellers auf Vertreter der Wirtschaft, Vorwürfe mangelhafter Sorfalt. Außerdem kritisiert er eine Bereicherung durch die Unternehmen. Der Fragesteller bemerkt, das ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums auf dem Podium dieser Veranstaltung falsch sei.

+++19.45 Uhr: Das Land Niedersachsen bekommt von den Produzenten Einnahmen von mehreren Hundert Millionen Euro in Form einer Förderabgabe. Angerer vom Frackingunternehmen BNK verweist auf die Wichtigkeit des Erhalts von Arbeisplätzen in der Industrie.

+++19.40 Uhr: Die offene Diskussion wird wiederholt von Zwischenrufen unterbrochen. Herr Angerer vom Frackingunternehmen BNK sagt, man darf sich nicht von Importen abhängig machen.

+++19.27 Uhr: Einstieg in die offene Diskussion. Fragende werden gebeten, nacheinander zu sprechen und sich namentlich zu nennen, wie auch Institutionen, die sie gegebenfalls repräsentieren.

+++19.25 Uhr: Die Fragen an Sebastian Herbeck emotionalisieren die Diskussion. Lebhafte Reaktionen auf die Themen Marktwettbewerb und Erzeugerpreise.

+++19.19 Uhr: Herbeck: Es gibt ein Interesse an der Ressourcenerschließung in Deutschland, um die Preise stabil zu halten. Sonst würden mehr Gasimporte nötig sein.Wiederholte Bitte Palandts, die Zwischenrufe zu unterlassen.

+++19.18 Uhr: Der Vortrag wird durch Zwischenrufe und Kommentare aus dem Plenum häufig unterbrochen. Jens Palandt bittet um Fairness und darum, Sebastian Herbeck ausreden zulassen.

+++ 19.16 Uhr: Letzer Referent, Dr. Sebastian Herbeck als Vertreter des Niedersächsischen Wirtschaftsministeriums: Erdgas nimmt mit 20 Prozent des primären Energieverbrauchs den zweiten Rang in Niedersachsen ein. Die Erdgasindustrie in der Region Celle sei so wichtig wie die Autoindustrie für die Region Braunschweig/Wolfsburg. Der Löwenanteil des in Deutschland gewonnenen Erdgases kommt aus Niedersachsen.

+++ 19.12 Uhr: Ende Referat Hennies: "Ressourcenschutz muss Vorrang haben". Applaus. Jetzt Antwort von Ortgies, der bezweifelt, dass die niedersächsischen Bohrungen frei von Gefahren sind und korrekt durch die Behörden kontrolliert werden.

+++ 19.04 Uhr: Es spricht Godehard Hennies vom Wasserverbandstag: 85 Prozent des Trinkwassers in Niedersachsen werden aus Grundwasser gewonnen, was mehr ist, als in anderen Bundesländern. Es gab 16.000 Bohrungen in Niedersachsen, die die erste Grundwasserschicht durchstoßen haben. Es bestand nie eine Gefährdung der Trinkwasserqualität durch die Bohrungen. Hennies kritisiert unpassende Symbolverwendung in den Kampagnen des Arbeitskreises Fracking.

+++ 18.57 Uhr: Ortgies: Die unkoventionelle Erdgasförderung ist tendenziell klimaschädlicher als herkömmliche Förderung aufgrund des höheren Energieaufwandes zur Gasgewinnung. Die Erschließung von Schiefergas ist kontraproduktiv, da weiter investiert wird, und keine alternativen Energien vorangetrieben werden. Ende des Vortrags von Ortgies. Langer Applaus.

+++ 18.52 Uhr: Ergebnisse einer Studie zu Fracking in den USA: Je näher man an einer Frackingbohrstelle wohnt, umso höher ist die Methanbelastung im Trinkwasser. Ortgies leitet zu den Gefahren des Frackings über. Es gab seit 2011 mehrere Zwischenfälle in Niedersachsen durch Austritte von Lagerstättenwasser aufgrund ungeeigneter Rohre.

+++ 18.45 Uhr: Es spricht Jan Ortgies für die Position der Fracking-Gegner, Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land. Applaus zu Beginn des Vortrags. Ortgies stellt Forderungen des Arbeitskreises vor. Bei unkonventioneller Gasförderung werden im ersten Jahr 50 Prozent des in den Rissen vorhandenen Gases gefördert, dann sinkt die Fördermenge rapide.

+++ 18.36 Uhr: Alle Behörden, die von der Bergbauindustrie betroffen sind, wie Wasser, Bau, Bodenschutz und Gemeinden als Planungsträger werden im Planverfahren mit einbezogen. Gemeinden können Stellung nehmen, ob Bauflächen nicht explizit für andere Zwecke bestimmt sind. Auch der Großraum Braunschweig ist von bergbaulichen Aktivitäten betroffen. Die genaue Karte ist online einsehbar. Ende des Referats. Applaus.

+++ 18.29 Uhr: Rochus Rieche vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (Genehmigungsbehörde) ist der nächste Referent. Einführung in das Bundesberggesetz. Der Eigentümer eines Grundstückes hat keine Verfügung über die unter seinem Grund liegenden Bodenschätze. Diese können bei öffentlichem Interesse genutzt werden.

+++ 18.17 Uhr: Die Firma BNK ist tätig in Polen und Spanien. Sie hat noch keine Erkundungsbohrungen in Deutschland durchgeführt. BNK arbeitet an einer europäischen Lösung zum Fracking, da amerikanische Lösungen zu großflächig seien und nicht akzeptiert würden.

+++ 18.10 Uhr: Klaus Angerer von der BNK spricht: Schiefergaslagerstätten, die in großer Tiefe liegen, beherbergen Gas und Öl. Ziele der Voruntersuchungen: geologische und seismische Datengewinnung. Diese Daten werden für die tatsächlichen Bohrungen benötigt.

+++ 18.03 Uhr: Fragen aus dem Plenum: 1. nach einer Definition von Frac: -> engl. Erzeugung von Rissen im Untergrund. Der Riss breitet sich nur solange aus, wie Wasser hinein gepumpt wird. - Erste Zwischenrufe aus dem Plenum, es entsteht leichter Tumult.

+++ 17.57 Uhr: Gerling geht auf die Vorbereitungen in Form der Berechnungen zu Frac-Bohrungen ein. Ein Frac erreicht eine Ausdehnung von 270 x 370 Metern in etwa 1000 Metern Tiefe. Gerlings Fazit der Arbeiten ist, dass Fracking aufgrund der großen Tiefe in keiner Weise eine Gefahr für das Trinkwasser darstellt. Gesetze werden stets eingehalten und die Standorte wurden vorher sorgfältig analysiert. Applaus am Ende.

+++ 17.50 Uhr: Gerling: Ziele der Förderung sind tief liegende Erdgaslagerstätten in großen Tiefen. Zum ersten Mal werden die verwendeten Chemikalien angesprochen, keine Proteste oder Kommentare im Saal.

+++ 17.46 Uhr: Dr. Johannes Peter Gerling, Fachbereichsleiter Nutzung des Untergrundes, geologische CO2-Speicherung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), referiert über die Grundlagen des Frackings. 20 000 Kubikmeter Wasser aus dem Mittellandkanal werden für die Fracking-Bohrung benötigt.

+++ 17.43 Uhr: Gäste und Experten der Podiumsdiskussion: Klaus Angerer (BNK Petroleum, General Manager), Rochus Rieche, Referatsleiter Bergrechtliche Grundsatzfragen vom Landesamt Bergbau, Energie und Geologie über die Aufgaben der Genehmigungsbehörde, Detlef Tanke (Großraumverband), Peter Gerling, Jan Ortgies (Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land als Vertreter der Fracking-Kritiker), Godehard Hennies (Wasserverband), Sebastian Herbeck (Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr). Jens Palandt (Erster Verbandsrat des Zweckverbandes) erweist auf die Mikrofone im Saal, um interessierten Zuhörern die Möglichkeit zu Fragen zu geben.

+++ 17.39 Uhr: Detlef Tanke, Vorsitzender der Verbandsversammlung des Zweckverbands Braunschweig, führt in das Thema der Veranstaltung ein, das Gremium des Verbandes sucht heute die Diskussion mit interessierten Menschen. Tanke wünscht eine angeregte Diskussion - Applaus.

+++ 17.35 Uhr: Die Veranstaltung beginnt. Der Saal ist mittlerweile komplett mit fast 300 Gästen gefüllt, Nachzügler müssen jetzt stehen.

+++ 17.24 Uhr: In Kürze beginnt die Experten-Anhörung zum Fracking. Das Interesse ist groß, der Kongress-Saal der Braunschweiger Stadthalle ist mit rund 200 Zuhörern gut gefüllt.

Was ist dran am Fracking? Wie gefährlich ist es? Die Kommunen der Region haben sich zwar einstimmig gegen die Schiefergas-Suche ausgesprochen. Doch dieses Votum ist juristisch nichts wert. Denn das Bergrecht, das die Suche nach Bodenschätzen regelt, räumt den Kommunen kein Mitspracherecht in Genehmigungsfragen ein. In einer Experten-Anhörung soll heute in Braunschweigs Stadthalle geklärt werden, ob man sich Sorgen machen muss oder nicht.

Natürlich gibt es Gegner der Schiefergas-Suche. Der Dokumentarfilm „Gasland“, der Bilder von verseuchtem Wasser und brennenden Wasserhähnen in den USA zeigt, hat auch in Deutschland seine Wirkung nicht verfehlt.

Landauf, landab bilden sich Bürgerinitiativen, und niemand findet es seltsam, wenn zum Beispiel ein CDU-Schatzmeister aus dem Münsterland auf Einladung der Wolfsburger Piraten vor Fracking warnt. Wertkonservative und Fortschrittsskeptiker finden sich Seite an Seite.

Parteien streiten über den künftigen Weg

Die Politik hat bislang keine einhellige Meinung eingenommen: Die Landesregierung hat den Kommunen ein außerordentliches Mitspracherecht in Wasserschutz-Fragen eingeräumt. Die CDU-Landtagsfraktion fordert, dass die Umweltverträglichkeit festgestellt wird, bevor nach Schiefergas gebohrt wird. Die SPD will, dass nichts genehmigt wird, bevor nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen. Die Grünen wollen 30 Jahre ins Land gehen lassen, bevor neu entschieden wird, die Linke lehnt Fracking ab, die FDP will das Trinkwasser schützen.

Doch damit nicht genug der verschiedenen Positionen: Die Länder wollen verhindern, dass in Trinkwasser-Schutzgebieten Schiefergas gefördert wird. In welchen Schutz-Zonen dies jedoch verboten werden soll, darüber streiten die Parteien.

Jens Palandt, der heute für den Großraumverband die Stadthallen-Diskussion leitet, seufzt und sagt: „Bundesregierung und das Land Nordrhein-Westfalen lassen zurzeit zusätzliche Gutachten zum Fracking erstellen. Sie werden erst in einigen Monaten auf dem Tisch liegen.“ Darum meint er: „Eventuell wird eine zweite Anhörung notwendig, um alle offenen Fragen abschließend klären zu können.“

Doch was sind Gutachten wert, wenn die Schiefergas-Förderung die Möglichkeit eröffnet, über ungeahnte Mengen billiger Energie in Niedersachsen zu verfügen? Vergangene Woche hat die Deutsche Energieagentur einen Zwischenbericht veröffentlicht, wonach Deutschland über eine wirtschaftlich verwertbare Schiefergas-Reserve von 1,3 Billionen Kubikmeter verfügen soll.

Das würde ausreichen, etwa zehn Jahre lang auf jeglichen Erdgas-Import zu verzichten.

Experten: Risiken lassen sich nicht gänzlich ausschließen

Gleichzeitig beteuern die Fracking-Unternehmen, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun werden, eine Verseuchung des Wassers durch Fracking-Chemikalien zu verhindern.

Und das sei prinzipiell tatsächlich möglich, bestätigten Ende April „Neutrale Experten“, die im Auftrag von Exxon-Mobil die Risiken der Schiefergas-Förderung untersucht hatten. Restrisiken, so die Wissenschaftler, die bislang nicht auf der Gehaltsliste der Energie-Wirtschaft gestanden hatten, blieben allerdings.

Doch mittlerweile hat sich der Fokus der Diskussion wieder verlagert. Es geht nicht mehr nur darum, ob Fracking eventuell Erdbeben auslösen könnte oder ob die verwendeten Chemikalien das Wasser verseuchen. Es geht nun auch darum, was mit den Abwässern passiert.

Wohin mit den giftigen Abwässern?

Denn bevor die Schiefergas-Förderung beginnen kann, müssen eingepresstes Wasser und Chemikalien aus dem Bohrloch wieder heraus. Der Rückfluss ist zusätzlich radioaktiv belastet und enthält Schwermetalle und Salze, die im Schiefer gebunden waren. Wohin damit?

Praxis ist, diese Lösung in unterirdischen Endlagern für immer verschwinden zu lassen. Was nun aber die SPD kategorisch ablehnt. Sie fordert, die Abwässer zu klären.

Doch eine solche Kläranlage gibt es bislang nur als Einzelstück in den USA. Sie wäre in Deutschland nicht genehmigungsfähig und würde außerdem das Schiefergas verteuern. Ob eine Förderung dann noch wirtschaftlich wäre, weiß noch niemand.

Obendrein haben die Grünen im Landtag in Erfahrung gebracht, dass nicht nur die Fracking-Unternehmen, sondern die gesamte Erdöl- und Erdgas-Branche Niedersachsens bislang ihre ungeklärten Abwässer unterirdisch entsorgen.

Damit ist der politische Ärger noch nicht beendet. Denn die Bürgerinitiativen fragen spitz nach: Wenn Milliarden ausgegeben werden, um die Gefahr auszuschließen, dass die Asse absäuft und das Grundwasser radioaktiv verseucht, warum soll dann Fracking genehmigt werden? Denn mit Fracking sei das Risiko verbunden, dass das Grundwasser chemisch verseucht wird. Fragen über Fragen.

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