Leserforum steigt zum Thema Thune im Juli

Braunschweig  Unternehmen, Bürgerinitiative, Stadt, Gewerbeaufsichtsamt, Politiker und Experten werden eingeladen – Leserkonferenz tagte jetzt im Pressehaus

Von rechts: Jochen Schmidt, Günter Hinterberg, Monika Döhrmann, Redakteure Henning Noske und Jörg Fiene sowie Dr. Thomas Huk (BISS). Bild: Flentje

Von rechts: Jochen Schmidt, Günter Hinterberg, Monika Döhrmann, Redakteure Henning Noske und Jörg Fiene sowie Dr. Thomas Huk (BISS). Bild: Flentje

Wie geht die Bürgerzeitung mit Bürgerinitiativen um? Das stand im Mittelpunkt unserer jüngsten Leserkonferenz. Das Wichtigste vorweg: Die Anliegen und Projekte der Leser, in welchem Bereich auch immer, genießen die besondere Aufmerksamkeit der Redaktion.

Konkret bedeutet dies, dass aktuelle Themen wie etwa die Unglücks-Kreuzung Steinriedendamm/Forststraße, die Brückenplanung in Leiferde/Stöckheim, die Verkehrssituation in und um Waggum oder mögliche Autohof-Pläne für die ehemalige Heinrich-der-Löwe-Kaserne Top-Themen für unsere Zeitung sind, weil es Stadtgespräch „vor Ort“ ist. Dafür gibt es, wenn nötig, mehr Platz als für andere Themen

Informationen, Transparenz, Offenheit, Ausgewogenheit

Ähnliches gilt für die Situation rund um das Industriegebiet Thune, wo es um Erweiterungspläne und die Sorgen der Anwohner geht.

Dr. Thomas Huk von der Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS) schilderte der Leserkonferenz, was man von der Zeitung erwarte: Informationen, Transparenz, Offenheit, Stellungnahmen von Fachleuten „beider Seiten“.

Monika Döhrmann von unserer Leserkonferenz sagte: „Man kann sich nicht alles gefallen lassen. Die Redaktion kann nicht immer neutral bleiben, muss Position beziehen, auch wenn sie dann Gegenwind bekommt. Das muss sie aushalten.“

Jochen Schmidt von der Leserkonferenz sagte: „Die Diskussion muss versachlicht werden. Es müssen Leute gefragt werden, die sachlich-fachlich urteilen. Ganz wichtig und unverzichtbar ist es, auch die Leute mitzunehmen, die in den Unternehmen in Thune arbeiten.“

Günter Hinterberg von der Leserkonferenz sagte: „Rund ums Atom gibt es eine „graue Wolke“, eine Art Grauzone der Informationen. Hier sind besondere Anstrengungen der Aufklärung, Information und Transparenz nötig. Vor allem ist es wichtig, eine solche Sache auf keinen Fall parteipolitisch anzugehen.“

Für Hinterberg steht aber auch fest: „Die Zeitung nimmt auch die Emotionen der Bürger wahr. Auch das Bauchgefühl spielt eine Rolle und muss berücksichtigt werden: Wie geht es uns?“

Auf Dauer lasse sich nur mit Menschen etwas bewegen, wenn sie gegenseitig zueinander Vertrauen hätten. Das müssten wirklich alle Beteiligten in Thune wissen.

Wir stellen die wichtigsten Fragen der Leser

Unsere Zeitung wird zum Thema Thune im Juli ein Leserforum im Pressehaus veranstalten.

Hierzu werden alle Beteiligten eingeladen: Unternehmen, Bürgerinitiative, Stadt, Gewerbeaufsichtsamt, Politiker. Hinzu kommen Experten, die möglichst noch an Ort und Stelle oder später einen „Fakten-Check“ vornehmen können.

Im Vorfeld werden wir einen Aufruf an unsere Leser richten, welche Fragen auf jeden Fall gestellt werden, welche Antworten in jedem Fall gegeben werden müssen.

In der Moderation werden wir darauf achten, dass auf allen Seiten Information konsequent vor Polemik geht. Auf so vielen Zeitungsseiten, wie es erforderlich ist, werden wir die Ergebnisse des Leserforums veröffentlichen und gleichzeitig online darüber diskutieren.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (8)