25.000 Menschen bildeten Lichterkette gegen Atomkraft

Region  Es war die bundesweit größte Aktion: Zum Gedenken an die Opfer von Fukushima und als Mahnung an die Politik gingen 25.000 Menschen in unserer Region auf die Straße.

Die Demonstranten bildeten eine rund 80 Kilometer lange Lichterkette. Diese erstreckte sich von der Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel über Schacht Konrad bei Salzgitter bis zur Braunschweiger Firma Eckert & Ziegler, die radioaktive Abfälle aus Medizin und Forschung verarbeitet.

„Nach den Protesten heute kann niemand mehr ernsthaft glauben, die Auseinandersetzung um Atomenergie sei zu Ende“, betonte Peter Dickel von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad. „Gorleben und Konrad müssen als Endlager-Standorte aufgegeben und der Atommüll aus den Lagern Asse II und Morsleben heraus geholt werden.“

Auch in Braunschweig und Wolfenbüttel forderten die Menschen einen Neustart beim Umgang mit dem radioaktiven Atommüll. „Mich treibt die Angst. Die Asse und Schacht Konrad sind ja gleich hier in der Nachbarschaft“, sagte der 36-jährige Wolfenbütteler Micha Hassenstein.

In Dettum (Kreis Wolfenbüttel) stand der 10-jährige Moritz Hindermann am Straßenrand: „Ich bin hier, weil ich Angst habe, dass das Trinkwasser verseucht ist, das ich trinke.“

Rund 250 Polizisten waren im Einsatz. Bis auf einen Vorfall sei alles friedlich verlaufen, sagte eine Sprecherin der Polizei Salzgitter. Ein Mann schlug den Angaben zufolge in Vahlberg (Landkreis Wolfenbüttel) aus zunächst unbekannten Gründen mit einer Fackel auf ein Auto ein. Der schockierte Fahrer erlitt später einen Kreislaufzusammenbruch.

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