Stadt prüft juristische Schritte gegen Seicon

Umstrittener Plan für Einkaufszentrum am Heidberg stammt nicht von der Verwaltung

Die Irritationen um ein Einkaufszentrum am Heidberg sorgen dafür, dass die Stadt Braunschweig juristische Schritte gegen das Braunschweiger Projektentwicklungsbüro Seicon prüft.

Auslöser ist der Plan für das Einkaufszentrum, der den Bezirksräten im Heidberg und der Südstadt vorgelegt wurde. Als Verfasser war die Stadt Braunschweig angegeben. Außerdem fand sich dort auch das Logo der Stadt – der so genannte Eidenbenz-Löwe.

Dass ein leitender Beamter des Sozialdezernats an den Sitzungen teilgenommen hat, dürfe, so die Stadt, nicht als Einverständnis gewertet werden. Der Beamte sei als Direktoriumsmitglied des Großen Waisenhauses anwesend gewesen und habe das vorab auch mitgeteilt.

Auf Anfrage erklärte die Stadt, dass der vorgestellte Plan nicht von der Verwaltung gefertigt worden sei. Im Gegenteil. Der vorgestellte Plan sei "unvereinbar mit dem Zentrenkonzept" und darum bereits im Februar 2006 verworfen worden.

Jens Burmester, Geschäftsführer von Seicon, hält das für eine "Formalie". Er erläutert: "Den Plan haben wir von einem Braunschweiger Büro anfertigen lassen, das offenbar Namen und Logo der Stadt eingefügt hat. Wir haben uns nichts dabei gedacht, denn wir arbeiten oft mit Kommunen zusammen."

Warum Seicon ein Nutzungsbeispiel den Bezirksräten in Rautheim und der Südstadt vorgestellt hat, das nicht mit der Stadt Braunschweig abgestimmt war und im völligen Gegensatz zu einem Beschluss des Verwaltungsausschusses steht, erläuterte Burmester so: "Dieses Vorgehen ist uns von Außen geraten worden. Namen möchte ich nicht nennen. Wir möchten uns erst abstimmen."

Die Stadt erklärte: "Natürlich scheidet die Firma Seicon aufgrund dieses Geschäftsgebahrens als Partner der Stadt für ein solches Vorhaben in Zukunft aus."

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