Professor von Löwenstadt auf Wissens-Safari

Erlebnisführung durch die Stadt der Wissenschaft – Termine auch für Kinder

Überall Wissenschaft am Wegesrand: Professor Heinrich von Löwenstadt alias Andreas Jäger macht drauf aufmerksam.   

Überall Wissenschaft am Wegesrand: Professor Heinrich von Löwenstadt alias Andreas Jäger macht drauf aufmerksam.   

Foto: Karsten Mentasti

Der Professor sieht interessant aus: Weißer Kittel, Safari-Helm, bedeutungsvoller Schnurrbart und Schmetterlingskescher. So ausgestattet lenkt der Forscher durch die Stadt der Wissenschaft. Als "Erlebnisführung" preist die Tourist-Information diese besondere Stadtführung an – und hat Recht damit.

Professor Dr. Heinrich von Löwenstadt zieht mit seinem auffälligen Outfit sogar die Aufmerksamkeit eines jungen Hundes auf sich, der sich unauffällig unter die Zuhörerschar am Gauß-Denkmal mischt - bis sein Herrchen den kleinen Streuner abholt. 22 Erwachsene und zwei Kinder sind an diesem Vormittag gekommen, um dem Professor zu folgen. Der will eigentlich einen seltenen Schmetterling fangen.

"1464 Meter, das sind

2563 Schritte"

Über den Gaußberg durch den Park am Inselwall, an die Oker, die Neustadtmühle, die Alte Waage bis hin zum Hagenmarkt zieht sich die Suche nach der fliegenden Rarität - oder "1464 Meter, das sind durchschnittlich 2563 Schritte", verrät der Wissenschaftler, hinter dem der Schauspieler Andreas Jäger steckt. Von Löwenstadt ist halt ein ganz genauer Gelehrter, der mahnt, Wissenschaft ernst zu nehmen.

Sein 90-minütiger Parcours aber ist kurzweilig, lustig, steckt voller Kuriositäten – und ist dennoch ganz und gar nicht frei von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das geht von der Information über die höchste Erhebung der Stadt bis zur Aufklärung, warum die Hausfrau Agnes Pockels von der Technischen Hochschule Braunschweig als erste Frau mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet wurde.

"Lassen Sie keine Lücke,

wedeln Sie mit den Armen"

Noch bis in den Herbst hinein bietet der Professor diese Stadtführungen an, die zum Programm "Stadt der Wissenschaft" gehören. Seit dem Start im März hat sich "schon einiges verändert", zum Beispiel, dass er seine "wissenschaftlichen Mitarbeiter" jetzt viel mehr in die Schmetterlingsjagd einbezieht: "Sie stellen sich in einen Halbkreis, lassen keine Lücke, wedeln mit den Armen", ordnet von Löwenstadt an, um das Insekt "wie von selbst" in den Kescher zu treiben. Ob das gelingt, wird nicht verraten.

Zumindest hilft die Stadtführung nicht nur, das Gehirn zu schulen, sondern auch beim abnehmen. Denn, hat der Professor errechnet, "Sie verbrennen etwa 400 Kalorien".

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