Stadion an Hamburger Straße darf wieder Eintracht-Stadion heißen

Verwaltungsausschuss billigt Verkauf der Namensrechte zugunsten des Vereins – Weg zur Lizenz ist frei

Auf den Tag 41 Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft können die Eintracht-Fans aufatmen. Einstimmig billigte der Verwaltungsausschuss die Vergabe des Namensrechtes an Sponsoren zugunsten des Vereins.

Ermöglicht werde das durch die Bereitschaft von fünf Geldgebern, drei Jahre lang jährlich zu gleichen Teilen 200 000 Euro für die Namensrechte am städtischen Stadion zu zahlen, sagte Oberbürgermeister Gert Hoffmann im Anschluss an die nicht öffentliche Verwaltungsausschusssitzung. Damit ist der Weg frei, dass die Sportstätte an der Hamburger Straße wieder Eintracht-Stadion heißt, 27 Jahre nachdem der Verein es an die Stadt verkaufte.

Da diese Finanzspritze nicht zur Erteilung der Lizenz für die 3. Liga reiche, schössen die Stadtwerke 48 000 Euro Sponsorengeld hinzu, so Hoffmann, vorrangig Zinsen, die aus Rückstellungen für den geplanten Stadionausbau stammten.

Eintracht muss dem Deutschen Fußballbund (DFB) bis zum 5. Juni eine Liquidität von 405 000 Euro nachweisen. Zu den 248 000 Euro, die heute durch den Verwaltungsausschuss bereitgestellt wurden, kommen 140 000 Euro hinzu, die Eintracht schon aus Sponsorengeldern zur Verfügung standen sowie 17 000 Euro, die das Präsidium inzwischen eingeworben hat. Diese Finanzierungszusagen hätten der Bank des Vereins gereicht, um die Summe gutzuschreiben, so dass der Verein die Lizenzunterlagen vollständig und fristgerecht einreichen konnte, versicherte Hoffmann.

Eintracht-Präsident Sebastian Ebel gestern gegenüber unserer Zeitung: "Das Ergebnis der Verhandlungen und die Einstimmigkeit im Verwaltungsausschuss sind für den Verein sehr, sehr gut. Die breite Unterstützung ist ein starker Vertrauensbeweis für Eintracht." Er freute sich, dass alle Auflagen des DFB damit erfüllt seien.

Der Weg für die Vergabe der Namensrechte wurde über ein Gegengeschäft frei gemacht. Eintracht hat der Stadthallengesellschaft als Eignerin des Stadions die Namensrechte "Eintracht" für die Arena gegen die Summe überlassen, die von Sparkasse, Volksbank, Öffentlicher Versicherung, BS-Energy und VW-Bank gezahlt wird.

Die Lions, ebenfalls Nutzer des Stadions, würden durch Sponsorgelder in Höhe von 20 000 Euro vorn BS-Energy, Stadtwerke und Öffentlicher entschädigt, so Hoffmann. Der weist im Übrigen Vorwürfe zurück, dass ihn nur finanzielle Problem der Eintracht interessierten. Für die Basketballer habe er zwei Mal dafür gesorgt, dass professioneller Basketball in Braunschweig überlebt habe.

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