Sensationsfund in Braunschweig

Archäologen entdecken Teile einer rund 1000 Jahre alten Befestigungsanlage

Mitarbeiter des Grabungsteams vor einer 1000 Jahre alten Befestigungsmauer am Geiershagen in Braunschweig.

Mitarbeiter des Grabungsteams vor einer 1000 Jahre alten Befestigungsmauer am Geiershagen in Braunschweig.

Foto: Norbert Jonscher

Archäologen haben in Braunschweig bei Grabungen auf der Baustelle für einen neuen Wohnpark an der Wendenstraße Teile einer rund 1000 Jahre alten Wallbefestigungsanlage gefunden. Diese hat, und das gilt als sehr wahrscheinlich, Heinrich der Löwen anlegen lassen.

Die Untersuchung eines Eichenbalkens, der als Fundament für das Rogenstein-Gemäuer diente, hat ergeben, dass der Balken aus dem Jahr 1180 stammt. Ungefähr in dieser Zeit, so die Archäologen, sei die Gegend westlich der heutigen Wendenstraße etwa zwei Meter hoch aufgeschüttet worden, um dort siedeln zu können.

Jenseits der Befestigungsanlage verliefen ein breiter Graben und ein Okerarm. In dem urbar gemachten Stadtgebiet wohnten später vor allem ärmere Menschen.

Das Wallring-Forum hat sich inzwischen mit einem Schreiben an die Stadtverwaltung gewandt und sich dafür eingesetzt, dass Teile der von Heinrich dem Löwen errichteten Mauer erhalten und an anderer Stelle wiederaufgebaut werden soll.

Tipp:
Die Grabungsstelle ist am Sonntag, 11. September, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr zu besichtigen. Es gibt stündlich Vorträge des Bezirksarchäologen Michael Gschwinde.

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