Mit wenig Würfen in den Korb!

Braunschweig  Disc-Golf spielen ist in Braunschweig unter anderem im Bürger- und Westpark möglich.

Beim Disc-Golf ist der Schwung der Scheibe entscheidend.

Beim Disc-Golf ist der Schwung der Scheibe entscheidend.

Foto: Ida Wittenberg

Ein anonymer Nutzer schreibt auf unserem Internetportal Alarm38:

Die Gräser im Westpark sind kniehoch, was das Auffinden der Discs beim Disc-Golfen erschwert. Wann wird dort wieder gemäht?

Die Antwort recherchierte Ida Wittenberg

Disc-Golfen wird immer beliebter: Viele Disc-Golfer spielen in Braunschweig im Bürgerpark oder im Westpark. Voraussetzung ist lediglich, dass Disc-Körbe auf den Rasenflächen aufgestellt sind.

Für einige Spieler scheint auch die Höhe des Grases eine wichtige Rolle zu spielen – wie unser Leser in seinem Aufreger verdeutlicht. In kurzem Gras sei die Disc einfach leichter wiederzufinden, gibt er zu bedenken. Doch warum ist das Gras im Westpark so hoch? Der Pressesprecher der Stadt Braunschweig, Rainer Keunecke, gibt Auskunft: „Im Westpark wird zwischen Mai und Oktober voraussichtlich fünfmal gemäht. Der erste Mähgang wird bereits Mitte Mai ausgeführt. Ein ganzjähriges Bespielen des Parcours im Westpark ist somit gewährleistet.“ Die Stadt könne dort aufgrund der Förderung biologischer Vielfalt nicht häufiger mähen.

Aber: Wie spielt man überhaupt Disc-Golf? Die Füße parallel zueinander hinstellen. Den Wurf-Arm, auf Höhe der Brust, möglichst gerade am Körper vorbeiführen und die Scheibe dann schnell und präzise werfen. Bei dieser Technik wird der übliche Golfschläger gegen eine dünne Plastik-Scheibe, im Fachjargon Disc genannt, eingetauscht. Ziel der Sportart ist es, den vorgegebenen Parcours mit möglichst wenig Würfen zu absolvieren. Die Scheibe muss hierfür vom Startpunkt aus in den Disc-Korb geworfen werden.

Disc-Golfen in Braunschweig

Disc-Golf spielen ist in Braunschweig unter anderem im Bürger- und Westpark möglich. Video: Ida Wittenberg
Disc-Golfen in Braunschweig

Der Disc-Golfer Folker Eckebrecht spielt gerne in verschiedenen Parks und erklärt, worauf es ankommt: „Das Tolle ist: Ich bin in der Natur unterwegs, und es ist ein entspannter Sport. Außerdem kann es jede Altersklasse spielen – kleine Kinder könnten mit 100-Jährigen zusammenspielen. Ist das nicht toll?“

Ideal sei es, eine Bahn in drei Würfen zu absolvieren: dem Abwurf, dem Annäherungswurf und dem Putt. Der Putt ist der entscheidende Wurf: hier wird die Disc in den Disc-Korb geworfen. Im besten Fall steht der Spieler dafür bereits sehr nah am Korb. Mit verschiedenen Wurftechniken können die Spieler dabei die Flugbahn der Disc beeinflussen.

Den Ursprung hat Disc-Golf mit der Erfindung der Frisbee durch Fred Morrison. Weiterentwickelt wurden verschiedene Sportarten dann durch den amerikanischen Spielehersteller „Wham-O“, der 1957 das Patent an der Frisbee erwarb.

„Im Bürgerpark stehen uns Disc-Golfern aktuell 15 Körbe zur Verfügung, im Westpark sind es sogar 18“, sagt Eckebrecht. Jeder kann sich hier ausprobieren. Angeleitete Trainings gebe es nur selten: „Beim Disc-Golfen hat man schnell Erfolge. Das zeichnet den Sport für mich auch aus. Der Vorteil zum Golf ist außerdem: Man muss sich nicht anmelden und es ist kostengünstig. Die Discs kosten meist zwischen 8 und 18 Euro – viel mehr braucht man eigentlich auch nicht.“

Einen guten Disc-Spieler zeichne aus der Sicht von Eckebrecht vor allem aus, dass er die Spielregeln beherrscht. Diese stehen aber auch für Anfänger an den meisten Parks zum Nachlesen auf einer Infotafel. Weiter müsse er präzise und weit werfen können – erst dann hätte man die Chance, ein richtiger Profi zu werden.

Folker Eckebrecht hat auch einen Tipp für Anfänger: „Ein Farbdeckel tut es am Anfang auch, zumindest, wenn man den Sport einfach nur mal testen will.“

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