Feuerzauber im Park: Radfahrer sind sauer

Braunschweig  Sie müssen den Richmond-Park am Samstag umfahren, weil der Radweg aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt wird.

„Feuerzauber – Der Wettstreit der Pyrotechniker“ heißt die Veranstaltung, die am Samstagabend wieder hunderte Menschen in den Richmond-Park ziehen wird. Nach Einbruch der Dunkelheit treten drei Pyrotechniker gegeneinander an und versuchen, das Publikum und die Fachjury mit ihren Feuerwerks-Choreografien zu überzeugen.

Daneben erwartet das Publikum ein umfangreiches Rahmenprogramm: eine Bühnenshow mit Live-Bands, Walking-Acts, Kinderanimation und spektakuläre Feuershows.

Doch nicht alle freuen sich auf den Feuerzauber. Auf unserem Internetportal Alarm38 regt sich Unmut darüber, dass der Park am Samstag für Radfahrer gesperrt ist und sie einen Umweg in Kauf nehmen müssen. Ein entsprechender Hinweis finde sich auf einem kleinen Hinweisschild an einem Baum, das auf eine Umleitungsstrecke verweist. Und das ärgert viele.

„Nicht schon wieder“, schreibt ein Nutzer. „Und dann die Dreistigkeit, eine der wichtigsten Radrouten der Stadt zu sperren. Geht auf den Maschplatz mit euren Feuerwerken!“ Ein anderer Nutzer legt nach: „So was gehört verboten! Jogger, Radfahrer, Hundehalter, Spaziergänger aus dem Naherholungsgebiet aussperren.“

Doch es gibt auch Gegenmeinungen. Ein Nutzer schreibt: Dass „einige wenige Nörgler und Meckerer Hunderten anderen die Lebensqualität verderben wollen“, sei leider mittlerweile Alltag in Braunschweig.

Und was sagt die Stadtverwaltung? „Der Veranstalter sorgt mit der Sperrung des Weges für die Verkehrssicherheit während des Aufbaus“, erläutert Sprecherin Juliane Meinecke. Das bekräftigt auch Florian Elsing, Geschäftsführer der Veranstalterfirma Optima Events, die den „Feuerzauber“ schon 2016 in den Richmond-Park brachte. Abgesperrt werde aus Sicherheitsgründen. „Eine Umfahrungsstrecke ist ausgeschildert. Sie stellt nur einen minimalen Umweg dar.“

Blieben noch die Anwohner. Sie klagen immer wieder über den Lärm durch Veranstaltungen im Park. Doch die Stadt hat auch hier vorgesorgt: „Wir haben dem Veranstalter Auflagen erteilt, die sich insbesondere auf einzuhaltende Lärmpegel und zu vermeidende Blendwirkung durch Beleuchtungen beziehen“, so Meinecke.

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