Öffentliche Toilette für die Fallersleber Bahnhofstraße

Fallersleben.  Sie steht nun auf dem Parkplatzgelände vor dem Aufgang zu den Bahnsteigen.

Vor der neuen Toilettenanlage am Bahnhof in Fallersleben: (von links) Harald Rotter, Bärbel Weist, Birgit Schulz und Kai-Uwe Hirschheide.

Vor der neuen Toilettenanlage am Bahnhof in Fallersleben: (von links) Harald Rotter, Bärbel Weist, Birgit Schulz und Kai-Uwe Hirschheide.

Foto: Helge Landmann / regios24

Was lange währt, muss nicht zwangsläufig zu einer unendlichen Geschichte werden. Am Montag wurde das seit mehr als 10 Jahren ins Visier genommene Projekt einer öffentlichen Toilette in der Fallersleber Bahnhofstraße Realität. Die Firma Ströer, Deutsche Städte Medien GmbH, hat dort eine hochtechnisierte Anlage platziert.

„Unser Spitzenmodell“, sagte dazu Ströer-Niederlassungsleiter Harald Rotter aus Kassel. Zusammen mit seinem für Wolfsburg und die Region Braunschweig zuständigen Gebietsleiter Harald Denzin präsentierte Rotter das Objekt, das damit offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Vor Ort waren außerdem Wolfsburgs Bürgermeisterin Bärbel Weist sowie Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide und die Geschäftsbereichsleiterin Grundstück- und Gebäudemanagement, Birgit Schulz. Hirschheide, der am Sonntag zuvor bereits mit dem Rad vorbeigefahren war, bescheinigte der Anlage, „auch optisch ansprechend“ zu sein. Platziert ist die Toilettenanlage auf dem Parkplatzgelände vor dem Aufgang zu den Bahnsteigen.

In Fallersleben gibt es bereits eine weitere öffentliche Toilette, die von Ströer betrieben und gewartet wird. Sie steht seit 2015 in der Straße Hofekamp, gegenüber der Verwaltungsstelle. Weitere Anlagen in Wolfsburg befinden sich an den Standorten Brandenburger Platz, Detmeroder Markt, Maximilian-Kolbe-Weg, in Vorsfelde an der Meinstraße/Schützenplatz sowie in der Porschestraße am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Damit dürfte das Netz – entsprechend dem Bedarf – breit genug gespannt sein, meint die Kommune.

Bärbel Weist, die Ortsbürgermeisterin der Hoffmannstadt, ist froh, dass die Toilette endlich ihren Standplatz (gefunden) hat. „Ich habe, als das Bahnhofsgebäude abgerissen wurde, gesagt, dass es eine solche Anlage am Haltepunkt Fallersleben braucht. Die Bahnkunden werden sich freuen, dass es endlich so weit ist.“

Einen Dank richtete die Lokalpolitikerin an die Pächter des Bistros in „Bahnhofsnähe“. „Ich weiß, dass sie niemandem, der ein dringendes Bedürfnis hatte, den Zutritt verwehrt haben.“ Das sanitäre Objekt setzt (hygienische) Maßstäbe. Harald Denzin erläuterte beim Blick nach innen: „Wenn die Toilette benutzt wurde, wird der Deckel jedesmal nach hinten eingezogen und gereinigt.“

In der Wand sind Düsen, mit dem Wasser wird der Innenboden gereinigt. Das Nass versickert an Ort und Stelle in die Erde. Barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet ist das Objekt ohnehin. Darin bei Stromausfall gefangen zu sein, muss niemand fürchten. „Um einem solchen Fall vorzubeugen, haben wir eine magnetische Schließanlage installiert“, so Denzin.

Um die sanitäre Anlage in Schuss zu halten, wird sie jeden Tag gereinigt, und für die regelmäßige Wartung oder unverhoffte technische Probleme ist Harald Denzin mit Sitz in Braunschweig nahe am Objekt. Dass die Umsetzung so lange dauerte, liegt darin begründet, dass – neben der Suche nach einem geeigneten Standort – die technischen Voraussetzungen wie Abwasser- oder Stromleitungen geschaffen werden mussten.

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