„Heimatshoppen“ in Fallersleben ist ein Erfolg

Fallersleben.  Blickpunktvorsitzender Otto Saucke zieht nach der Veranstaltung am Wochenende eine positive Bilanz.

Die Polizei informierte und warb für ein respektvolles Miteinander.

Die Polizei informierte und warb für ein respektvolles Miteinander.

Foto: LARS LANDMANN / regios24

Polizistin Silke Hitschfeld ging am Piepenpahl bisweilen in die Knie. Das hatte am Samstagvormittag einen besonderen Grund. Die Verkehrssicherheitsexpertin im Präventionsteam der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt wollte mit ihren Gesprächspartnern im Kindesalter auf Augenhöhe sein. Zusammen mit ihren Kollegen Mario Dedolf, dem Leiter dieser spezialisierten Beratungsgruppe, und dem Kontaktbeamten Jens Oertelt hatte sie in der Hoffmannstadt einen Stand aufgebaut. Der Anlass: Am Sonnabend wurde von der Industrie- und Handelskammer zum „Heimatshoppen“ aufgerufen. Diese Devise soll potenzielle Kunden darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur im Internet, sondern auch im lokalen Handel attraktive Angebote gibt. Der Blickpunkt Fallersleben, die Vereinigung von Handel und Handwerk, hatte sich der bundesweiten Aktion angeschlossen.

Vor Biewendt am Piepenpahl hatten die Blickpunkt-Mitglieder, genau wie der Kooperationspartner Polizei, eine Anlaufstation platziert. In der Nähe präsentierten sich zudem der Heimat- und Verkehrsverein Fallersleben mit Karin Klafke und Gabriele Bösche sowie der VfB.

Siglinde Scholz wohnt seit einigen Monaten in Fallersleben. Angesprochen auf die Einkaufssituation, antwortete sie: „Die finde ich sehr schön.“ Regelmäßig besuche sie, so die Neubürgerin, den Wochenmarkt am Denkmalplatz. Begleitet von ihrer Enkeltochter Carlotta (8), nutzte Großmutter Siglinde Scholz die Gelegenheit, sich bei den Experten von der Polizei zu informieren. Es ging um Verkehrssicherheitsfragen und um „Straftaten zum Nachteil älterer Menschen“, wie Mario Dedolf es ausdrückte.

Alle Informationsstände hatten regen Zulauf. Beim Blickpunkt standen Vorsitzender Otto Saucke sowie Gianetta Jacob den Interessierten Rede und Antwort. Beide halten das postulierte Heimatshoppen für eine gute Sache. „Man muss die Leute aufs Einkaufen vor Ort aufmerksam machen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Das Ziel wurde erreicht“, zog Blickpunkt-Chef Otto Saucke eine positive Bilanz. Auch in puncto Maskenpflicht. „Die Besucher haben sich daran gehalten.“

Dass die „Heimatshopper“ am Samstag sich gern in persönlichen Gesprächen informierten, diese Erfahrung machten auch Joanne Mohnke, Björn Enßlen und Felix Kathagen vom VfB Fallersleben. „Die Besucher lassen sich ausgiebig über das Angebot unseres Vereins informieren“, bilanzierte das Trio.

Beim Heimat- und Verkehrsverein gab es Fotos von historischen Bauwerken zu sehen. Die Häuser – zwei von 1600 und eines von 1920 – waren Kandidaten fürs Sandsteinwappen. Das lobt der Verein alle zwei Jahre für besonders gelungene Sanierung aus. Die Fallersleber konnten am Sonnabend über die Wappenvergabe abstimmen. Das Haus Denkmalplatz 5 erhielt das beste Votum. Die Übergabe der Plakette soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Das Engagement von Gabriele Bösche war mit dem Ende des Heimatshoppens noch nicht vorüber. „Ich fahre nach Hause und koche drei Suppen für die Radtour-Teilnehmer der evangelischen Sommerkirchen-Reihe.“

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