Müll in Wolfsburg

Elektroschrott: Stadt Wolfsburg warnt vor illegalen Müllsammlern

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Elektroschrott gehört ins Entsorgungszentrum und nicht an die Straße. Darauf weist die Stadt hin. Hier sortiert Vorarbeiter Marcel Siemann in der Annahmestelle angelieferte Sachen.

Elektroschrott gehört ins Entsorgungszentrum und nicht an die Straße. Darauf weist die Stadt hin. Hier sortiert Vorarbeiter Marcel Siemann in der Annahmestelle angelieferte Sachen.

Foto: Archiv: Anja Weber / regios24

Wolfsburg.  Wurfzettel unseriöser Abfallsammler landen immer wieder in den Briefkästen – zuletzt in Neuhaus. Die Stadt will Einhalt gebieten.

Im Ortsteil Neuhaus werden Wurfzettel für die Sammlung von Elektroschrott in den Briefkästen verteilt. Private Sammlungen seien allerdings gesetzeswidrig, mahnt die Stadtverwaltung. Mehr noch: Wer Elektroaltgeräte dafür bereitstelle handele gesetzwidrig.

Elke Wichmann von der städtischen Kommunikation erläutert: „Elektroaltgeräte dürfen wegen ihrer stofflichen Zusammensetzung aus Wertstoffen, aber auch wegen ihrer Schadstoffanteile nicht in die graue Restabfalltonne entsorgt werden. Die WAS nimmt diese Geräte aus dem privaten Herkunftsbereich gebührenfrei an und holt bestimmte Geräte auch gebührenfrei ab.“ Diese Erkenntnis sollte den meisten Bürgerinnen und Bürgern doch bekannt sein. Nicht bekannt sei vielleicht die Tatsache, dass ausschließlich öffentlich-rechtliche Entsorger wie die WAS in Wolfsburg tätig sein dürften, damit diese Abfälle einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung zugeführt werden können.

Elektroschrott: Abfallbesitzern droht ein Ordnungswidrigkeitenverfahren

Dieses schreibe der Gesetzgeber im Elektrogesetz des Bundes so vor, erläutert die Verwaltung. Er nehme dabei gleichzeitig die Bevölkerung in die Pflicht. Elke Wichmann: „Abfallbesitzerinnen und -Besitzer, die wissentlich oder auch unwissentlich Altgeräte unbefugten Schrottsammlern übergeben oder bereitstellen, droht mindestens ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.“ Eine Straftat liege sogar vor, wenn die Weitergabe ein Umweltdelikt zur Folge habe. „Häufig werden Geräte ausgeschlachtet und die nicht werthaltigen Hinterlassenschaften finden sich in Feld und Wald wieder.“

Die Zettel, die aktuell in Neuhaus kursieren, würden weder Adresse noch Telefonnummer und Ansprechpartner enthalten. Das Wolfsburger Amt für Abfallwirtschaft appelliere eindringlich, sich an die bestehende gesetzliche Regelung zu halten – zumal diese nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden sei.

Elektroschrott gehört ins Entsorgungszentrum Weyhausen

Alle Informationen zum Entsorgungszentrum Wolfsburg im Weyhäuser Weg 3 sind im Internet unter was-wolfsburg.de abrufbar. Telefonisch gibt die Abfallberatung unter 05361 28-3222 gerne Auskünfte. Auch das städtische Service Center ist dafür unter 05361 28-3333 erreichbar.

Neben dem Entsorgungszentrum am Barnbruch ist die regelmäßige Rundtour der städtischen Elektroschrottsammler eine bequeme Möglichkeit, ortsnah Elektrogeräte zu entsorgen. Wann die nächsten Termine sind, kann auch unter den genannten Nummern erfragt werden.

Auf einen weiteren Punkt weist die WAS hin. Weil zunehmend Bürger aus benachbarten Kreisen die Wolfsburger Entsorgungsmöglichkeiten nutzen, kontrolliert das Entsorgungszentrum den Wohnsitz. Also Personalausweis dabei haben. Hintergrund sei, so die WAS, dass sich ein erhöhtes Abfallaufkommen, verbunden mit einem erhöhten Kosten-, Personal- und Zeitaufwand ergebe. Anliefernde, die nicht aus Wolfsburg kämen, müssten damit rechnen, abgewiesen zu werden.

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