Autostadt, Phaeno, Museen – alles bleibt zu in Wolfsburg

Wolfsburg.  Die Stadt rät allen Wolfsburgern, größere Veranstaltungen und Menschenansammlungen zu vermeiden.

Die Autostadt stellt ihren Parkbetrieb bis auf Weiteres ein. Fahrzeuge können nur noch bis einschließlich Montag abgeholt werden.

Die Autostadt stellt ihren Parkbetrieb bis auf Weiteres ein. Fahrzeuge können nur noch bis einschließlich Montag abgeholt werden.

Foto: Peter Steffen / dpa

363 Tage im Jahr hat die Autostadt geöffnet. Nur an Heiligabend und Silvester geschlossen. Und das seit nunmehr 20 Jahren. Ab heute bleibt einer der größten deutschen Freizeit- und Erlebnisparks bis auf Weiteres dicht. Die Geschäftsführung der Autostadt folgt damit einer Empfehlung der Stadt Wolfsburg. Nahezu alle Einrichtungen in der Stadt bleiben in den nächsten Wochen zu. Damit soll eine nicht mehr zu kontrollierende Ausbreitung des Corona-Virus in Wolfsburg verhindert werden.

„Wir wollen so den Verlauf der Erkrankung verlangsamen“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Friedrich Habermann. Es sei wichtig, dass das Klinikum und die Arztpraxen, die zur so genannten kritischen Infrastruktur zählen, nicht überlastet werden.

Fahrzeugabholung in der Autostadt nur noch bis Montag

Die Fahrzeugabholung im Kundencenter der Autostadt wird am Montag nach der letzten Auslieferung für Handelskunden eingestellt. Noch nicht angereisten Kunden wird bis zum 16. März freigestellt, ob sie ihren Neuwagen bis dahin in der Autostadt abholen wollen. Nach dem 16. März ist die Übernahme der Fahrzeuge – bis auf Weiteres – nur über die Volkswagenpartner möglich. Neue Fahrzeugabholungstermine werden zunächst nicht vereinbart. „Die Gesundheit und Sicherheit der Gäste sowie Mitarbeiter hat oberste Priorität“, teilte die Autostadt in einer Pressemitteilung mit.

Die städtischen Einrichtungen bleiben mindestens bis zum 19. April geschlossen. Dazu gehören alle Bildungseinrichtungen wie die Volkshochschule und die Bibliotheken, die Jugendzentren, die städtischen Museen und die städtische Galerie, die Musikschule, das Institut für Zeitgeschichte, aber auch das Phaeno, das Planetarium, das Kunstmuseum und die VfL-Fußballwelt.

„Das Phaeno trägt als Bildungs- und Freizeiteinrichtung eine besondere Verantwortung und möchte mit dieser Maßnahme aktiv einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten“, sagte Pressesprecherin Martina Flamme-Jasper. Die Schließung betreffe auch die Gastronomie (Bistro und Brandt eins) sowie den Phaeno-Shop. Das Kunstmuseum hat ebenfalls alle Veranstaltungen, Ausstellungseröffnungen und Führungen abgesagt und schließt seine Pforten. Tickets für gebuchte Veranstaltungen werden zurückgenommen.

Restaurants und Bars dürfen weiter öffnen

Die Stadt rät allen Wolfsburgern, zur Eindämmung der Corona-Epidemie ab sofort Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nicht zu besuchen und größere Menschenmengen zu vermeiden. Betreibern von Diskotheken, Kinos, Bowlingbahnen oder Fitnessstudios empfiehlt die Stadt, Angebote einzuschränken oder ihre Räumlichkeiten zu schließen. Restaurants, Bars oder Kneipen würden von der Stadt aber nicht aufgefordert zu schließen, sagte Stadträtin Monika Müller. „Wir bitten alle Bürger um Verständnis für die Einschränkungen“, erklärte Erster Stadtrat Dennis Weilmann. Gesundheitsamtsleiter Habermann versicherte: „Wir haben die Situation unter Kontrolle. Es geht jetzt darum, Zeit zu gewinnen, damit Medikamente entwickelt und ausprobierte werden können.“

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