Sorge um Parkplatz-Planung am Hofekamphaus in Fallersleben

Fallersleben.  Ein Privatinvestor hat Interesse an dem freien Grundstück. Am Bahnhof finden Pendler keine Stellplätze.

Am Hofekamphaus sollen nach dem Willen des Ortsrats Parkplätze entstehen.

Am Hofekamphaus sollen nach dem Willen des Ortsrats Parkplätze entstehen.

Foto: Anja Weber / regios24 (Archiv)

Was ist das da mit der Schaffung von Parkplätzen am Hofekamphaus? Seit Jahren fordert der Ortsrat das zur Verbesserung der Parksituation am Rande der Altstadt. Eigentlich sollte die Fläche längst hergerichtet sein – doch irgendwie geht es nicht voran. Und nun gibt es auch noch Gerüchte, dass ein Investor Interesse an dem Grundstück hat. Wie berichtet, hakten deshalb im Ortsrat am Dienstag sowohl Eckhard Krebs (SPD) als auch Henning Ernst (CDU) nach.

Die Stadt äußerte sich auf Nachfrage am Donnerstag nebulös, was zur Erhellung des Sachstands wenig beitrug. „Es gibt in diesem Bereich unterschiedliche Ansätze, die Fläche als Parkplatz zu nutzen, die dazugehörigen Abstimmungen sind noch nicht abgeschlossen, so dass noch kein abschließendes Ergebnis vorliegt“, teilte Stadt-Sprecher Ralf Schmidt mit. Ein Dementi bezüglich privater Interessen am Gelände gab es nicht. „Wunsch und Ziel ist es, im direkten Umfeld der Altstadt das Stellplatzangebot zu ergänzen“, hieß es stattdessen nur vage.

Immerhin: Die Bebauung des eingepferchten Geländes ­ – unter dem auch noch der Beton eines alten Feuerlöschteichs schlummert – mit einem Gebäude ist offenbar kein Thema mehr. Denn wie Eckhard Krebs am Donnerstag auf Nachfrage berichtete, habe es vor einiger Zeit Andeutungen gegeben, dass ein privater Investor die Fläche zum Parken herrichten könnte, um die Stellplätze dann zu vermieten. Er erinnerte an die Zusage von Oberbürgermeister Klaus Mohrs bei „Mit Mohrs reden“ in Fallersleben, sich um die geforderten Parkplätze zu kümmern. „Irgendwie ging es damit in letzter Zeit nicht mehr weiter“, bemängelte der SPD-Sprecher.

Alarmiert hatte sich im Ortsrat Henning Ernst geäußert und appelliert: „Wir müssten uns als Ortsrat dagegen stark machen.“ Am Donnerstag erläuterte er den Vorstoß: In einer CDU-Bürgerrunde zum Thema Verkehr habe Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide anklingen lassen, dass ein Privatinvestor auf der Fläche Parkmöglichkeiten schaffen will – allerdings in Form von Garagen. „Dort wäre Platz für zirka 25 Parkplätze, aber nur für die Hälfte Garagen. Daher sollte die Stadt das Grundstück auf keinen Fall weggeben; dort sollen öffentliche Parkplätze hin“, bekräftigte er.

Die angespannte Parklatz-Situation in der Fallersleber Innenstadt trieb auch Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG) um. Sie prangerte im Ortsrat die missbräuchliche Nutzung des Park-and-Ride-Parkplatzes auf der Bahnhofs-Südseite an. „Er ist immer belegt von Leuten, die dort in den Büros arbeiten“, kritisierte sie unter Bezug auf Gespräche mit genervten Pendlern, die dort keine Parkplätze finden, wenn sie mit dem Zug weiterfahren wollen. „Die meisten Menschen ignorieren das P+R-Schild. Daher sollte es dort Kontrollen geben.“

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