Kritik: „Bauarbeiten in sehr gedrosseltem Tempo“ am Schulzentrum

Fallersleben/Sülfeld.  Der Ortsrat hat auch Informationsbedarf zu weiteren Bauprojekten wie dem kleinen Fallersleber Feuerwehrhaus.

Seit Sommer 2019 laufen die Bauarbeiten an den Außenanlagen des Schulzentrums, wie hier an der Karl-Heise-Straße.

Seit Sommer 2019 laufen die Bauarbeiten an den Außenanlagen des Schulzentrums, wie hier an der Karl-Heise-Straße.

Foto: Helge Landmann / regios24 (Archiv)

Reichlich Informationsbedarf hatte der Ortsrat am Dienstag nicht nur zum Etat-Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/2021, sondern auch zu weiteren Themen, insbesondere zu Bauprojekten.

So kam Eckhard Krebs (SPD) der Baufortschritt an den Außenanlagen des Schulzentrums Fallersleben schleppend vor. „Ich habe den Eindruck, dass die Bauarbeiten in sehr gedrosseltem Tempo laufen. Dort hat sich sechs bis acht Wochen nichts getan“, schilderte er seine Beobachtungen. Auch die Posten im Haushaltsplan-Entwurf erschienen ihm seltsam: Die Außenanlagen des Schulzentrums sollten im Frühjahr 2020 fertig werden – aber für 2021 sei noch mehr als eine Million Euro an Mitteln vorgesehen. Krebs forderte daher einen Bericht zu den Bauarbeiten für die nächste Sitzung.

Auch André-Georg Schlichting (CDU) hatte Informationsbedarf und hofft auf Berichte im Ortsrat: zum einen bezüglich der geplanten Bauarbeiten zur Erweiterung der Grundschule Sülfeld, und zum anderen. zum Sanierungsbedarf am und im kleinen Feuerwehrhaus der Fallersleber Feuerwehr. Dazu merkte Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG) an, dass es laut Hochbau-Leiter Dr. Christian Brinsa noch im ersten Quartal 2020 eine Vorlage zum Sanierungsbeschluss geben solle. „Die umfangreichen Untersuchungen des Gebäudes haben zwar erheblich länger gedauert als zunächst geplant, sind nun aber weitestgehend abgeschlossen“, sagte sie am Mittwoch auf Nachfrage. Die Hochbau-Verwaltung wolle vermeiden, dass wie im Fall der Saal-Sanierung im Hoffmannhaus immer neue unliebsame Überraschungen in der maroden Bausubstanz zutage treten.

Nachfragen zur geplanten Verordnung für das Naturschutzgebiet „Barnbruchwiesen und Ilkerbruch“ hatte Michael Paech (CDU). Er wollte unter anderem wissen, warum der Schutzzweck nicht mit einem Landschaftsschutzgebiet mit entsprechenden Festsetzungen erreicht werden könne und warum die Nutzung der Weideflächen deutlich eingeschränkt werden soll. Auch erwartet er eine Antwort auf die Frage, ob für das Pflanzen künftiger Königseichen der Fallersleber Schützenkönige an der Königsallee nahe dem Mittellandkanal-Nordufer weiterhin erlaubt und genehmigungspflichtig ist.

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