Schöppenstedt soll einen Sozialraummanager bekommen

Schöppenstedt.  In Schöppenstedt gibt es Probleme wegen Drogen und Alkohol. Ein Sozialraummanager soll helfen, schlägt ein Ausschuss des Kreises Wolfenbüttel vor.

Aktionen für Jugendliche bietet bereits das Jugend-und Freizeitzentrum (JUZ) in Schöppenstedt an. Unser Archivfoto zeigt eine Theatergruppe.

Aktionen für Jugendliche bietet bereits das Jugend-und Freizeitzentrum (JUZ) in Schöppenstedt an. Unser Archivfoto zeigt eine Theatergruppe.

Foto: Frank Schildener

Schöppenstedt ist offenbar ein schwieriges Pflaster für Jugendliche. Das geht aus einem Bericht hervor, der jetzt im Jugendhilfeausschuss des Landkreises diskutiert wurde. Der Ausschuss empfiehlt ab 2020 eine Sozialraummanagerin zu beschäftigen, die den Jugendlichen Angebote machen soll. Zur Diskussion steht eine halbe Stelle. 30.000 Euro sollen dafür bereitgestellt werden.

Das ist die Situation in Schöppenstedt

In Schöppenstedt gibt es eine Gruppe Jugendlicher, die keiner sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen, Das geht aus dem Bericht hervor. Die Rede ist außerdem von Drogenkonsum, Alkoholismus und Vandalismus. Derzeit gebe es samstags und sonntags keine Angebote für Kinder und Jugendliche in der Stadt am Elm. Besonder viele Familien nehmen Hilfen zur Erziehung in Anspruch. In Schöppenstedt liegen die Sozialleistungen „auf einem auffallend hohen Niveau“, heißt es in der Begründung der Ausschussvorlage.

Bei den Planungen für den Einsatz eines Sozialraummanagers könne auf bereits vorhandene Potenziale zurückgegriffen werden. Besonders erwähnt wird dabei das Jugend- und Freizeitzentrum (JUZ), das seit vielen Jahren etabliert ist. Derzeit ist eine Sozialarbeiterin des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) des Jugendamts dort jede Woche zweimal als Ansprechpartnerin vor Ort.

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Nun soll ein Sozialraummanager ergänzend Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern machen. ein Netzwerk soll entstehen, in das auch Kindergärten und Schulen eingebunden sind. Mit den Angeboten sollen vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche frühzeitig erreicht werden. Jugendamtsmitarbeiterin Stefanie rolle verwies im Ausschuss auf positive Erfahrungen, die die Stadt Wolfenbüttel mit vergleichbaren Angeboten beispielsweise in der Auguststadt oder im Stadtteiltreff Ulme im Nordosten der Stadt gemacht habe.

Das diskutierte der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Wolfenbüttel

„Begrüßenswert“, nannte Reinhard Deitmar (SPD) die Pläne einen Sozialaraummanager in Schöppenstedt zu etablieren und wollte wissen, wo die Ursachen für Drogenkonsum und Vandalismus in Schöppenstedt liegen. „Es ist eine Entwicklung, die schon lange besteht“, erklärte Rolle und verwies auf Zusammenhänge zur vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit. Auch die niedrigen Mieten spielten eine Rolle. Das fördere den Zuzug sozial schwacher Einwohner.

Auch die Grünen sprachen sich für einen Sozialraummanager aus. „Ein sozialräumlicher Ansatz wäre eigentlich überall wichtig“, erklärte Holger Barkhau. Probleme gebe es auch in Sickte und Cremlingen.

Die CDU enthielt sich. Henning Plumeyer merkte allerdings an: „Die Situation in Schöppenstedt verschärft sich wohl. Die Menschen werden dorthin abgedrängt, wo es günstiger ist.“

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