Kleine Wolfenbütteler Unternehmen sehen die Zukunft positiv

Hornburg.  Um gut durch die Krise zu kommen, müssen auch kleine Unternehmen neu denken, Ideen entwickeln. Wir stellen drei Beispiele aus Wolfenbüttel vor.

Im kommenden Jahr feiert die Gemüsescheune von Hans Pöilg Jubiläum. Dann ist er 20 Jahre dabei.

Im kommenden Jahr feiert die Gemüsescheune von Hans Pöilg Jubiläum. Dann ist er 20 Jahre dabei.

Foto: Frank Schildener

Besonders kleine Unternehmen entwickeln viele Ideen, um durch diese schwierige Zeit zu kommen und blicken dennoch positiv in die Zukunft. Drei Beispiele.

Vor fünf Jahren hat Anja Schaaf in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei an der Marktstraße in Hornburg das Café Zuckerblume eröffnet. Eine Erfolgsstory. „Bei uns ist alles super“, sagt die gelernte Konditorin, als wir am Telefon fragen, wie es ihr seither und besonders in diesem Jahr mit den erschwerten Arbeitsbedingungen ergangen ist. „Wir bekommen gute Resonanz und sind in Hornburg super angenommen worden.“

Das Café habe sich inmitten der Hornburger Altstadt zum beliebten Treffpunkt entwickelt. Um ihre Zukunft ist ihr nicht bange. „Wir haben im Frühjahr außer Haus verkauft, das machen wir jetzt wieder.“ Zusätzlich solle es wieder Lieferungen von Bestellungen nach Hause geben. Sie hoffe, diese Zeit mit den Gästen zusammen durchzustehen und im Dezember wieder für sie da sein zu können.

Im Frühjahr hatte die Saison gerade erst begonnen

Um die Gemüsescheune von Hans Pölig am Alten Weg in Wolfenbüttel wird es zum Jahresende ruhiger. „Wir müssen sehen, wie wir weiter planen können“, erklärt er. Der Lockdown im Frühjahr habe ihn nicht so sehr getroffen, weil die Saison gerade erst begonnen hatte und der Gemüseverkauf weiterlaufen konnte. „Viele Kunden griffen auf unsere grüne Kiste zurück“, sagt er. Ärgerlich sei, dass der Gastrobetrieb, den er inzwischen neben dem Gemüseverkauf auf seinem Hof habe, nun vorzeitig nicht mehr weiterlaufen werde. „Das hat sich inzwischen zum richtigen Standbein entwickelt.“ Das Weihnachtsgeschäft mitzunehmen werde schwierig bis unmöglich. Trotz der Beschwerlichkeiten blickt er positiv in die Zukunft. 2021 geht das Geschäft ins 20. Jahr. Das Jubiläum soll möglichst im Mai gefeiert werden.

Radfahren steht auch in der Krise hoch im Kurs

Radfahren steht hoch im Kurs, sagt Alexander Waturandang vom Hornburger Fahrrad-Fachgeschäft Bike and Barbecue. „Deshalb kommen wir relativ gut durch die Krise.“ Im Frühjahr habe er die Werkstatt weiterbetreiben dürfen. „Hornburg ist deshalb nicht so stark betroffen von der Situation, Bad Harzburg schon“, berichtet er. Das Geschäft war erst vor gar nicht all zu langer Zeit eröffnet worden, Reserven gebe es kaum. Schwarz sehen will er dennoch nicht, stellt neue Projekte auf die Beine. „Ich freue mich auf unser neues Bike-Sharing-Projekt“, sagt er. Das sei zusammen mit dem Braunschweiger Büro Merkwatt organisiert worden. Noch im November soll das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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