Der Wolfenbütteler Weihnachtsmarkt soll stattfinden

Wolfenbüttel.  Der Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel wird völlig anders sein als sonst – falls er stattfindet.

Herzog August wird in diesem Jahr auf einen völlig veränderten Weihnachtsmarkt blicken – sofern der Weihnachtsmarkt stattfindet.

Herzog August wird in diesem Jahr auf einen völlig veränderten Weihnachtsmarkt blicken – sofern der Weihnachtsmarkt stattfindet.

Foto: Archivfoto: Hans-Jürgen Michels

Der Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel soll stattfinden. „Aber er wird in diesem Jahr völlig anders aussehen als je zuvor.“ Das sagt Bürgermeister Thomas Pink und schränkt zugleich ein: „Wenn wir innerhalb einer Woche im Stadtgebiet mehr als 20 Infektionen haben, müssen wir über den Weihnachtsmarkt neu nachdenken.“ Zugleich will die Stadt der Gastronomie finanzielle Hilfen zukommen lassen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Keine Bühnen, kein Rahmenprogramm, keine Events

„Die Planungen für den Weihnachtsmarkt laufen auf Höchsttouren“, berichtet Pink. Es werde jedoch keine Bühnen, kein Rahmenprogramm und keine Events geben, bei denen sich viele Menschen ansammeln könnten. Auch die Eröffnung des Marktes durch den Bürgermeister werde wohl von einem Fenster aus dem Rathaus heraus erfolgen.

Auf eine feierliche Übergabe der Tanne aus Drammen am 1. Advent mit Ansprache des Bürgermeisters werde verzichtet. Gleichwohl: Die Tanne aus Drammen soll kommen und werde aufgestellt und geschmückt.

Hygienevorschriften vom Land Niedersachsen fehlen noch

Wie der Weihnachtsmarkt genau aufgebaut werde, stehe noch nicht fest. Pink: „Dazu benötigen wir die konkreten Rahmenhygienevorschriften des Landes. Die liegen uns noch nicht vor.“ Darin enthalten seien all die zu beachtenden Einzelmaßnahmen an den Ständen. Wie läuft es mit der Handdesinfektion an den Ständen und am Eingang des Marktes? Wie viele Eingänge muss es geben? Welche Aufstellflächen muss es für die Gäste geben? Wie viele Gäste dürfen gleichzeitig dort sein? All diese Fragen sind noch unbeantwortet. Unklar ist bislang auch noch, ob Alkohol ausgeschenkt werden darf oder nicht.

„Und dann muss ich noch ein bisschen Wasser in den Wein schütten“, sagt Pink und fährt fort: „Wenn die Zahlen auf dem Niveau bleiben, wie wir sie jetzt haben, sollte der Weihnachtsmarkt möglich sein. Wenn sie aber steigen, müssen wir über den Markt neu nachdenken.“ In diese Überlegungen müssten dann alle städtischen Einrichtungen wie das Stadtbad Okeraue, die Sportanlagen und Turnhallen miteinbezogen werden.

„Ich sage es ganz deutlich: Ob der Weihnachtsmarkt stattfinden kann, hängt vom Verhalten der Wolfenbütteler ab. Abstand. Hygiene. Masken. Hier und da erlebe ich derzeit einige Dinge, die nicht so ganz fröhlich stimmen.“

Die Innenstadt soll weihnachtlich geschmückt werden

Annette Junicke-Frommert, die in diesem Sommer die Nachfolge von Wirtschaftsförderer Dietrich Behrens angetreten hat, verspricht, dass die Innenstadt aber auf jeden Fall weihnachtlich geschmückt werden soll. „Wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung“, sagt Pink.

Auf seinen Vorschlag geht zurück, dass der örtlichen Gastronomie mit weiteren Maßnahmen geholfen werden soll. Deshalb habe der Verwaltungsausschuss der Stadt Wolfenbüttel die Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Verlängerung der Außengastronomie beschlossen. Darüber hinaus verzichtet die Stadt bis zum 30. April auf die Erhebung von Sondernutzungsgebühren.

Corona im Landkreis Wolfenbüttel- Die Fakten auf einen Blick

Förderfähig sind investive Maßnahmen oder Anmietungen mit dem Ziel Außenbewirtschaftung anbieten zu können. Dazu zählt insbesondere der Kauf oder die Anmietung von geeigneten Pavillons, Zelten, Schirmen und Seitenwänden sowie elektrische Heizquellen. Gaspilze sind nicht verboten, werden aber nicht gefördert. Die Fördersumme ist auf 5000 Euro je Betrieb begrenzt. Anträge müssen bis zum 31. Januar gestellt werden.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder