Wolfenbüttels Händler handeln weiter

Wolfenbüttel.  Die Facebook-Seite „Wolfenbüttel handelt“ ist ein voller Erfolg. Jetzt planen die IWW und die Händler den nächsten Schritt.

Die Wolfenbütteler Fußgängerzone. Die Wolfenbütteler besuchen laut IWW-Vorstand Jens Kalweit wieder vermehrt die kleinen Geschäfte.

Die Wolfenbütteler Fußgängerzone. Die Wolfenbütteler besuchen laut IWW-Vorstand Jens Kalweit wieder vermehrt die kleinen Geschäfte.

Foto: Tobias Schneider / Archiv

Was als spontanes Maßnahmenpaket in der Corona-Zeit gedacht war, soll nun auch über die Krise hinaus fortgeführt werden. Die Rede ist von der Initiative „Wolfenbüttel handelt“. Über Facebook wollten zunächst die inhabergeführten Geschäfte in Wolfenbüttel einen persönlichen Einblick in ihre Lage während des Corona-Shutdowns geben. Die Initiative wuchs schnell, hat mittlerweile rund 2200 Abonnenten auf dem sozialen Netzwerk. Jetzt werde der nächste Schritt geplant.

„Wir haben in den letzten Wochen Geschichten der Inhaber und Einzelhändler auf Facebook erzählt. Jetzt wollen wir das fortführen. Wir arbeiten momentan an einer Homepage mit dem Namen ‘Wolfenbüttel handelt’ zu erstellen. Darauf können dann auch die Geschäfte erwähnt werden, die nicht bei Facebook zu finden sind“, sagt Jens Kalweit, Vorstand der Initiative Wirtschaft Wolfenbüttel (IWW). Die IWW hat die Aktion Ende März ins Leben gerufen – auch die Finanzierung der Aktion komme von der IWW.

Positive Reaktion der Händler

Mehr als 40 Händler und Geschäftsleute wurden mittlerweile auf der Seite erwähnt oder deren persönliche Geschichte erzählt. Die Resonanz auf die Aktion sei sehr gut gewesen, erzählt Kalweit gegenüber unserer Zeitung. Sowohl Händler als auch Kunden fänden die Aktion sehr positiv.

Vor allem der organisierte Lieferdienst sei sehr gut angenommen worden, sagt Kalweit weiter. Dabei haben sich die inhabergeführten Geschäfte zusammengetan und einen Lieferservice organisiert, der die Bestellungen bis vor die Haustür brachte. „Uns ist schon aufgefallen, dass die Menschen viel mehr bei kleinen Geschäften bestellt haben und nicht beim großen Online-Händler wie Amazon. Davon profitierten während der Krise einige Geschäfte“, so Kalweit.

Auch nach den Ladenöffnungen seien die Wolfenbütteler verstärkt in die kleinen Geschäfte der Fußgängerzone gegangen. „Wir sind fast überrollt worden“, sagt der IWW-Vorstand. Seine Vorstandskollegin Doreen Mildner ergänzt: „Die Corona-Krise hat vielleicht auch bei dem einen oder anderen das Bewusstsein für regionale Produkte geweckt. Das freut uns natürlich.“

Facebookauftritt und Homepage

Die finanzielle Situation einiger Geschäftsleute hätte sich zudem etwas gebessert. „Dies ist aber von Geschäft zu Geschäft unterschiedlich. Natürlich ist es nicht so einfach den Verlust von fast zwei Monaten in nur wenigen Wochen wieder einzuholen“, erklärt Kalweit.

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Weitere Projekte seien geplant, um den Einzelhandel in Wolfenbüttel zu unterstützen. „Wir sind im engen Austausch mit der Stadt“, sagt der IWW-Vorstand. Um es sich dabei handelt, wollte Kalweit nicht verraten. Zunächst stehe die Homepage im Mittelpunkt. „Wir wollen dann zweigleisig fahren. Auf der einen Seite der Facebook-Auftritt, auf der anderen Seite die eigene Homepage von ‘Wolfenbüttel handelt’“, sagt Doreen Mildner.

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