2 Millionen Euro Corona-Soforthilfe für Wolfenbütteler Firmen

Wolfenbüttel.  Die Stadt Wolfenbüttel, der Landkreis und die Unternehmerfamilie Mast stellen das Geld zur Errichtung eines Solidarfonds zur Verfügung.

In der Stadt und dem Landkreis Wolfenbüttel soll Unternehmern schnell geholfen werden.

In der Stadt und dem Landkreis Wolfenbüttel soll Unternehmern schnell geholfen werden.

Foto: Maria Osburg

Vom Coronavirus gebeutelten Wolfenbütteler Unternehmen jetzt schnell helfen – das wollen die Stadt Wolfenbüttel, der Landkreis und die Unternehmerfamilie Mast. Für die Stadt und den Landkreis soll deswegen ein gemeinsamer Solidarfonds entstehen. Stadt und Landkreis im Schulterschluss mit der Unternehmerfamilie Mast über die Curt Mast Jägermeister Stiftung stellen jeweils eine Million Euro zur Errichtung eines Solidarfonds zur Verfügung. Der soll eine Soforthilfe für diejenigen in Stadt und Landkreis leisten, die finanzielle Mittel zur Überbrückung benötigen. Das teilte die Stadt am Mittwochabend mit.

Solidarfonds als Zeichen der Hoffnung

„Wir wissen aus zahlreichen Gesprächen, mit welchen Problemen die Unternehmen hier vor Ort, in unserem Landkreis, im Moment kämpfen. Seien Sie versichert, dass wir an deren Seite stehen und ihnen nach Kräften behilflich sein wollen“, betonen Landrätin Christiana Steinbrügge (SPD) und Bürgermeister Thomas Pink (parteilos) in einer Mitteilung. Bund und Länder arbeiteten unter Hochdruck an Förderprogrammen und Liquiditätszuschüssen, unklar sei aber nach wie vor, wann diese greifen. Ob damit auch jeder Einzelfall erreicht werde, sei ebenfalls noch offen, heißt es weiter. „Uns ist es sehr wichtig, den vielen Betroffenen mit dem geplanten Sozialfonds auch ein Stück Hoffnung und Zuversicht zu geben und das sichere Gefühl zu vermitteln, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein gelassen werden“, so Florian Rehm von der Unternehmerfamilie Mast.

Details zur Antragstellung folgen

Sowohl Stadt als auch Landkreis sind derzeit in der politischen Abstimmung zur Freigabe der Mittel. Die beteiligten Gremien der Stadt hätten aber schon grünes Licht gegeben. Es werde zudem zeitgleich an den Regularien für die Mittelauszahlung gearbeitet. „Auch wenn wir diese so niedrigschwellig wie möglich halten wollen, müssen wir für den Solidarfonds Wolfenbüttel ein paar Förderbedingungen festlegen“, so Pink. Anfang kommender Woche soll dann das genaue Vorgehen, um Mittel bereitstellen zu können, feststehen und mitgeteilt werden. Dann können kurzfristig Anträge eingereicht und über sie entschieden werden.

Einzelhändler ergreifen Initiative

Pink bekräftigt in diesem Zusammenhang seinen Aufruf an die Wolfenbütteler, sich mit dem lokalen Einzelhandel solidarisch zu zeigen und die Angebote vor Ort zu nutzen. In der Initiative Wirtschaft Wolfenbüttel (IWW) organisierten Wolfenbütteler Einzelhändler hätten mittlerweile selbst die Initiative ergriffen und präsentieren sich auf Facebook unter dem Namen @wolfenbuettel.handelt den Kunden, um Waren online anzubieten und zu liefern.

Auch Landrätin Christiana Steinbrügge bekräftigt, wie wichtig es ist, in der jetzigen Situation nicht den Mut zu verlieren, da sich die Initiatoren des Förderinstruments einig sind zu helfen. Der Solidarfonds Wolfenbüttel solle einen Beitrag leisten, die allseits geschätzten Unternehmen und Dienstleister sicher durch diese COVID-19-Krise zu begleiten.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder