Corona-Teststation nimmt in Wolfenbüttel ihren Betrieb auf

Wolfenbüttel.  In Wolfenbüttel nimmt am Mittwoch die Corona-Teststation ihren Betrieb auf.

Die Corona-Teststelle nimmt am Mittwoch für den Landkreis Wolfenbüttel ihre Arbeit auf.

Die Corona-Teststelle nimmt am Mittwoch für den Landkreis Wolfenbüttel ihre Arbeit auf.

Foto: DRK

Im Landkreis Wolfenbüttel gibt es inzwischen elf bestätigte Coronafälle. Das mobile Beprobungsteam und die stationäre Beprobungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die inzwischen schon seit dem 6. März in Wolfenbüttel in Bereitschaft stehen, sollen am Mittwoch mit ihrer Arbeit beginnen.

Der Landkreis Wolfenbüttel habe nun entschieden, die Teststation umgehend aus dem Stand-by-Modus zu holen, so das DRK. Am Dienstag ging es los, aber zunächst nur mit der Annahme und der individuellen Terminplanung mobil und stationär. Erst am Mittwoch werden erste Abstriche genommen. Wo sich die Teststation befindet, wurde offiziell nicht mitgeteilt. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass Patienten dort nicht auf eigene Faust hingehen. Getestet werden ohnehin nur Personen, die von ihrem Arzt dorthin vermittelt werden.

Beprobungen koordinierte bis Dienstag allein die Kassenärztliche Vereinigung, und zwar zentral in Braunschweig. Wie berichtet, hatten sich niedergelassene Ärzte im Kreis Wolfenbüttel darüber beschwert, dass zu wenig und zu langsam getestet werde, so dass davon auszugehen sei, dass die Dunkelziffer der mit Corona infizierten Patienten im Landkreis Wolfenbüttel höher liegt als die offiziell vom Landkreis verlautbarte Zahl.

Die niedergelassenen Mediziner führten zudem ins Feld, dass sie nicht genügend Schutzausrüstung hätten. Unter anderem dieser Sachverhalt hatte dazu geführt, dass eine Reihe von Ärzten ihre Patienten direkt zum Städtischen Klinikum nach Wolfenbüttel geschickt haben. Axel Burghardt, Geschäftsführer des Städtischen Klinikums, hatte daher am Dienstag an Ärzte und Bürger appelliert, sich nur in wirklich schwerwiegenden Fällen an das Krankenhaus zu wenden.

Im Auftrag der Kreisverwaltung hatte der DRK-Kreisverband die Corona-Teststation innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt. „Unsere Corona-Beprobungsstelle wäre im Regelbetrieb mit zwei Personen besetzt“, erklärt Horst Kiehne, der Vorsitzende des DRK-Präsidiums. Die Rotkreuzler könnten unter normalen Umständen zwölf Proben pro Stunde nehmen. „Das ließe sich aber natürlich je nach Bedarf hochfahren“, hatte Kiehne schon vor Tagen gegenüber unserer Zeitung versichert.

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Der Vorteil dieser Drive-In-Lösung: Die zu testenden Personen können im Auto anreisen und müssen ihr Fahrzeug nicht verlassen. Das Auto fährt neben einen gezimmerten Raum, in dem Drucker stehen und die Proben gekennzeichnet werden. Vor der Halle gibt es ein Zelt für den Schutzkleidungswechsel der Helfer. Das Procedere der Beprobung ist klar mit dem Gesundheitsamt geregelt.

Unterdessen rüstet das Städtische Klinikum Wolfenbüttel weiter auf. Die neu geschaffene Isolierstation (wir berichteten) habe eine Kapazität von 18 Plätzen und könne bei Bedarf erweitert werden, sagte Burghardt. Generell gelte, dass im Krankenhaus nur liege, „wer hier im Moment liegen muss und dringend der stationären Krankenhausbehandlung bedarf. Das gilt für alle Stationen“, betonte Burghardt.

Der Geschäftsführer des Städtischen Klinikums versicherte: „Sie können davon ausgehen, dass sich das Krankenhauspersonal wie immer mit großem Engagement und Empathie um alle Patienten kümmert, jetzt eben auch um die Covid-Fälle. Was wir brauchen, ist die uneingeschränkte Rückendeckung der Bevölkerung und dass man uns jetzt in Ruhe die Arbeit machen lässt.“

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