Die Wolfenbütteler Abfalldeponie ist Mitte 2020 voll

Bornum.  Wolfenbüttels Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann versichert: Es wird kein Entsorgungsnotstand durch Deponieschließung eintreten.

Roland Langer, Bereichsleiter Deponie im Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Wolfenbüttel, kontrolliert die Abdeckung des Schüttfeldes 4 auf der Mülldeponie in Bornum

Roland Langer, Bereichsleiter Deponie im Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Wolfenbüttel, kontrolliert die Abdeckung des Schüttfeldes 4 auf der Mülldeponie in Bornum

Foto: Karl-Ernst Hueske (Archiv)

Die Abfalldeponie des Landkreises in Bornum ist fast voll. Der Deponiebetrieb soll deshalb Mitte 2015 eingestellt werden. Das teilte Umweltdezernent Claus-Jürgen Schillmann den Mitgliedern des Betriebsausschusses Wirtschaftsbetriebe Landkreis Wolfenbüttel auf ihrer jüngsten Sitzung mit. Der Entwurf der Neufassung der Satzung über die Abfallbewirtschaftung im Landkreis Wolfenbüttel, der sich an der Mustersatzung des Niedersächsischen Landkreistages orientiert, sieht deshalb vor, dass einige Abfälle dann nicht mehr vom Landkreis angenommen werden. Das betrifft Abfallstoffe wie asbesthaltige und nicht asbesthaltige Dämmstoffe sowie andere asbesthaltige Abfälle. Davon wären zum Beispiel Dachdecker betroffen, die der Landkreis aber rechtzeitig über diese Änderung informieren will.

Der Landkreis will den Dachdeckern zudem Hinweise geben, wo sie diese Stoffe künftig noch entsorgen können, etwa auf Deponien in den Städten und Kreisen rund um Wolfenbüttel. Dazu muss der Landkreis vorher aber noch Informationen einholen, erklärte Schillmann: „Derzeit werden Gespräche mit Nachbarkommunen geführt, um eine Lösung zu finden.“ Das betreffe aber nicht den Restmüll, der weiterhin zur Müllverbrennungsanlage in Magdeburg transportiert und dort zur Stromerzeugung verwendet werde. Der Umweltdezernent des Landkreises versicherte zudem: „Es wird durch die Schließung der Deponie kein Entsorgungsnotstand eintreten.“

Zum Abfallwirtschaftskonzept für den Landkreis erklärte der Umweltdezernent noch, dass es derzeit in der Verwaltung erstellt und in der ersten Jahreshälfte 2020 der Politik zur Diskussion und Entscheidung vorgelegt werde.

In einem Paragrafen der neuen Satzung wird es auch Aussagen zu den Müllsammelfahrzeugen geben, für die Rückwärtsfahrten aufgrund der großen Gefahr für Fußgänger eigentlich verboten sind. Im Auftrag des Abfallwirtschaftsbetriebes Landkreis Wolfenbüttel wurde schon vor einigen Monaten ein Ingenieurbüro beauftragt zu prüfen, welche Straßen für Rückwärtsfahrten der Sammelfahrzeuge geeignet sind. Ein Ergebnis liegt inzwischen vor. Schillmann berichtete: „Für viele Straßen müssen weitere Maßnahmen für die Müllabfuhr überlegt werden.“ Eine Maßnahme wäre zum Beispiel, in den Straßen, in die die Müllfahrzeuge künftig nicht mehr hineinfahren dürfen, andere Stellplätze für die Abfallbehälter zu finden. Der Kreistag muss der neuen Satzung noch auf seiner Sitzung Anfang 2020 zustimmen.

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