20 Chöre aus 14 Ländern zu Gast in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel.   Simone Weber ist in diesem Jahr beim AMJ für die Organisation des europäischen Musikfestivals Eurotreff in Wolfenbüttel zuständig.

Simone Weber ist in diesem Jahr für die Organisation des europäischen Musikfestivals Eurotreff in Wolfenbüttel zuständig.

Simone Weber ist in diesem Jahr für die Organisation des europäischen Musikfestivals Eurotreff in Wolfenbüttel zuständig.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Seit 2009, damals noch als Schülerin an der Großen Schule, hat Simone Weber das europäische Musikfestival Eurotreff in Wolfenbüttel miterlebt. Zunächst als Mitglied im Organisationsteam, dann als Chorbetreuerin und Praktikantin und jetzt – nach Abschluss ihres Studiums der Musikwissenschaften – als Projektreferentin des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ). Der AMJ organisiert bekanntlich alle zwei Jahre am zweiten September-Wochenende das Treffen von hauptsächlich Jugendchören aus ganz Europa in Wolfenbüttel.

Das Festival hat sich bei den Chören inzwischen einen guten Namen gemacht. Das wird auch deutlich beim Blick auf die Anmeldezahlen. 44 Chöre wollten gern vom 11. bis 15. September nach Wolfenbüttel kommen, 20 wurden jetzt ausgesucht, darunter 13 Chöre, die noch nie bei diesem Festival dabei waren. Sogar ein Chor aus Katar und einer aus Kuba haben sich angemeldet und werden in diesem Jahr das Festival um außereuropäische Musik bereichern. „Aufgrund der großen Ländervielfalt haben wir dieses Jahr mehr Chöre eingeladen als ursprünglich geplant“, berichtete Weber. 20 Chöre aus 14 verschiedenen Ländern werden in Wolfenbüttel zu Gast sein. Die Teilnehmerzahl steigt deshalb von 650 im Jahr 2017 auf nunmehr 800 beim 19. Eurotreff im Jahr 2019. Für Weber bedeutet diese Erhöhung etwas Mehrarbeit. Sie sucht nun zusätzliche Unterkünfte und benötigt zusätzliche Chorbetreuer.

Unverändert ist dagegen der Ablauf des Eurotreffs, der mit dem großen Eröffnungskonzert am Mittwoch, 11. September, 20 Uhr, in der Lindenhalle beginnen wird. Dann werden alle Teilnehmerchöre Kostproben aus ihrem Repertoire vortragen. Einige Tage später, nachdem die Chöre einige Workshops mit renommierten Chorleitern absolviert haben, wird es beim großen Abschlusskonzert am 14. September, 19.30 Uhr in der Lindenhalle, etwas andere Töne zu hören geben. Dann werden die Workshops ihre erarbeiteten Stücke zum Festivalthema „sprach:klang“ vortragen. Weber geht davon aus, dass dann Klangerlebnisse der besonderen Art zu hören sein werden. Sie weiß: „Zusammen musizieren und singen kann kulturelle und sprachliche Barrieren überwinden.“ Es wird bei den Chorvorträgen, darunter auch die Neukomposition „Amur“ von Patrick Prestel, auch viel um Laute und weniger um Sprache gehen.

Neben den beiden großen Konzerten in der Lindenhalle wird es insgesamt zehn Begegnungskonzerte in Wolfenbüttel und – das ist neu – in Salzgitter und Peine geben. Auch in der Fußgängerzone werden die Chöre wieder auftreten, um damit die Wolfenbütteler Bevölkerung teilhaben zu lassen an diesem europäischen Musikfestival.

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