Gemeinsames Fastenbrechen soll Vorurteile abbauen

Wolfenbüttel  700 Menschen nehmen in der Lindenhalle teil.

700 Menschen kamen zum Fastbrechen in die Lindenhalle.

700 Menschen kamen zum Fastbrechen in die Lindenhalle.

Foto: Stadt

Kein Kaffee am Morgen, Mittagessen Fehlanzeige und eine Leckerei zwischendurch geht auch nicht: Muslime auf der ganzen Welt fasten derzeit. Denn es ist Ramadan. Einen Monat lang (noch bis Sonntag), von der Morgen- bis zur Abenddämmerung dürfen sie nichts essen. Erst mit dem Fastenbrechen nach Sonnenuntergang ist dies gestattet. Dieses „Iftar“ wurde am Mittwoch gemeinsam mit Wolfenbüttelern in der Lindenhalle begangen.

Zeit für Gespräche, Zusammenkommen der unterschiedlichen Nationalitäten und gemeinsames Essen. Das Fastenbrechen soll Vorurteile und Ängste abbauen – auf beiden Seiten. Stadt und Landkreis Wolfenbüttel sowie der Verein „Demokratie Leben!“ unterstützen die Moscheegemeinde Wolfenbüttel bei der Organisation dieser öffentlichen Veranstaltung. Über 700 Menschen kamen in dazu in die Lindenhalle.

Mustafa User begrüßt die Gäste, freut sich über die große Resonanz. Imam Mehmet Simsek beginnt das Programm mit einer Koranrezitation. Der Vorsitzende der Moscheegemeinde, Abdulvahap User, betont, nicht nur die Bedeutung des Fastens für die Muslime. Der Ramadan stelle auch einen wichtigen Teil des gemeinsamen Weges und von gegenseitigem Respekt und Verständnis dar und trage zur Begegnung zwischen den Religionen und zum Abbau von Vorurteilen bei.

Stellvertretende Landrätin Christiane Wagner-Judith pflichtete ihm bei: „Wenn die türkisch-islamische Gemeinde zum Fastenbrechen einlädt, dann nehmen wir das selbstverständlich an. Und wir freuen uns über die große Bereitschaft, mit uns in den Dialog zu treten.“

Auch Bürgermeister Thomas Pink stellte die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Wolfenbütteler Moscheegemeinde in den Vordergrund. Als die Anfrage kam, ein öffentliches Fastenbrechen zu veranstalten, habe er keine Sekunde gezögert und die Unterstützung zugesagt.

Yusuf Ay, Religionsattaché des türkischen Generalkonsulates aus Hannover dankte Stadt und Landkreis für die Unterstützung. Auch er betonte in seinem Grußwort, wie wichtig der gemeinsame Dialog sei.

Musikalisch gefüllt wurde die Wartezeit bis zum Sonnenuntergang vom Kinderchor der Moscheegemeinde und der Osmanische Musikkapelle Wolfenbüttel.

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