Gifhorn Vorreiter im Kampf gegen Schwarzarbeit

Neue Datenbank soll Fahnder vernetzen

Dieter Finke-Groene   

Dieter Finke-Groene   

Foto:    Eva Lienemann

GIFHORN. Die erste landesweite Datenbank zur Bekämpfung von Schwarzarbeit startet am 1. Januar. Gifhorn und Braunschweig sind Vorreiter, das Wirtschaftsministerium gibt für die nächsten fünf Jahre 150 000 Euro. Eva Lienemann sprach mit Dieter Finke-Groene, Mittelstandsexperte im Wirtschaftsministerium.

Herr Finke-Groene, wem nützt die Datenbank?

Den kommunalen Fahndern. Oft sind Schwarzarbeiter an verschiedenen Orten tätig. Es ermitteln also auch mehrere Fahnder. Künftig wird der Schwarzarbeiter in der Datenbank registriert, wenn ein Verfahren gegen ihn eingeleitet wurde. Da kann der Fahnder in Gifhorn sehen, ob bereits in Oldenburg ermittelt wird. Es geht um Vernetzung.

Bald gibt es also noch ein Register, in dem Daten gespeichert werden sollen: Wie heftig haben Sie mit dem Datenschutzbeauftragten diskutiert?

Die Diskussion ging relativ schnell. Die gespeicherten Daten werden 5 Jahre nach Beendigung des Verfahrens gelöscht. Jugendliche werden darin gar nicht registriert.

Die Testphase läuft bis Ende 2008 in Gifhorn und Braunschweig. Warum dort?

Besonders Gifhorn ist bundesweit Vorreiter beim Thema Bekämpfung der Schwarzarbeit. Im Jahr 2000 hatten wir erste Gespräche zum Projekt in Braunschweig aufgenommen.

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