Berlin. Auf Deutschland rollt eine neue RSV-Welle zu. Auch Erwachsene können sich mit dem Virus infizieren. Welche Beschwerden auftreten.

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) hat in Deutschland die aktuelle RSV-Welle begonnen. Die Zahl der Infektionen stieg in den vergangenen Wochen deutlich. Das RS-Virus, dessen vollständige Bezeichnung Respiratorisches Synzytial-Virus lautet, dürfte vor allem Eltern nicht neu sein: RSV ist einer der bedeutendsten Erreger von Atemwegsinfektionen bei Säuglingen und Kleinkindern. Tatsächlich können sich aber Personen aller Altersgruppen mit dem Virus infizieren – und auch stärkere Symptome entwickeln. Wodurch zeigt sich eine Infektion bei Erwachsenen?

Grundsätzlich löst eine Infektion mit der RS-Virus ähnliche Symptome aus wie eine Grippe. Vor allem im Winter stecken sich mehr Menschen mit dem Virus an. Die meisten Infektionen gibt es laut dem RKI von November bis April, der Höhepunkt wird meist im Januar oder Februar erreicht.

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Kinder bekommen bei einer RSV-Infektion meist zuerst eine laufende Nase und verlieren den Appetit. Auch der Rachen kann entzündet sein, danach folgen dann Husten, Niesen und Fieber. Innerhalb weniger Tage kann der Erreger auch auf die unteren Atemwege übergreifen. Vor allem bei Neugeborenen und Säuglingen sind dadurch schwere Verläufe möglich.

RSV: Diese Symptome treten bei Erwachsenen auf

Zu den Risikogruppen gehören unter anderem Frühgeborene, Kinder mit Lungen-Vorerkrankung oder mit Herzfehler, Erwachsene über 65 und Menschen mit beeinträchtigtem Immunsystem.

Bei Erwachsenen ohne Vorerkrankungen verläuft eine Infektion mit dem RS-Virus hingegen in der Regel milder. Der Grund dafür ist, dass das Immunsystem von älteren Personen besser funktioniert und ein Übergreifen des Erregers auf die unteren Atemwege abwehren kann. Dadurch beschränkt sich die Infektion auf die oberen Atemwege. Zu den häufigsten Symptomen bei Erwachsenen gehören:

  • Schnupfen
  • Müdigkeit
  • Husten

Auch asymptomatische Verläufe sind möglich.

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Die milde Infektion muss bei Erwachsenen in der Regel nicht ärztlich behandelt werden. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn hohes Fieber oder Atembeschwerden auftreten – das könnten Anzeichen dafür sein, dass die Infektion auf die unteren Atemwege übergegriffen hat. In diesem Fall sollte ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden.

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