Berlin. Whatsapp bietet mehr als nur Text- und Sprachnachrichten: von Videonachrichten bis Chat-Sperre – wir erklären die neuen Funktionen.

Whatsapp erfreut sich hierzulande unverändert großer Beliebtheit. Von einer Abwanderungswelle als Reaktion auf die im Jahr 2021 geänderten Geschäftsbedingungen kann keine Rede sein. Rund 58 Millionen Deutsche tauschen täglich über WhatsApp Belanglosigkeiten, intime Details oder geschäftliche Dinge aus. Die Grundfunktionen kennen und nutzen dabei die meisten – mehr aber auch nicht. Dabei kann Whatsapp viel mehr.

IMTEST, das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe, verrät, welche praktischen neuen Funktionen der Messenger an Bord hat.

1. WhatsApp mit neuen Funktionen: Ergänzung zu Text- und Sprachnachricht kommt

Neuerdings können Sie kurze persönliche Videos direkt im Whatsapp-Chat aufnehmen und teilen. Diese Videonachrichten sind in Chats wie Bilder integriert. Das soll die Funktion intuitiver nutzbar als normale Videos machen.

Das Versenden einer Videonachricht ist fast genauso einfach wie das Versenden einer Sprachnachricht: Tippen Sie einfach auf das Symbol für "Sprachnachrichten" und halten Sie dann das "Kamerasymbol" gedrückt, um die Aufnahme zu starten. Videos werden automatisch stumm abgespielt, wenn sie in einem Chat geöffnet werden. Tippen Sie auf das Video, um den Ton einzuschalten.

AppWhatsApp
ArtMessenger-Dienst
UnternehmenMeta Platforms
Erscheinungsjahr2009
UnternehmenssitzMountain View, Kalifornien
Nutzerüber 2 Milliarden

2. Notiz-Funktion in Whatsapp: Sich selbst Nachrichten senden – wie es funktioniert

Sie können sich über Whatsapp auch selbst Nachrichten schicken. Nützlich ist die Funktion etwa für Notizen und Erinnerungen. Das geht so:

  • In Whatsapp öffnen Sie die Chat-Ansicht.
  • Tippen Sie dann oben rechts auf das "Neue Nachricht"-Symbol.
  • Im nächsten Schritt wählen Sie dann Ihren eigenen Kontakt aus, gekennzeichnet durch das Suffix "(Du)".
  • Schreiben Sie dann wie gewohnt eine Nachricht und senden sie ab.

Anschließend tauchen Sie fortan wie Ihre anderen Kontakte in der Chatliste auf.

Whatsapp gehört wie Facebook und Instagram zur Konzernmutter Meta um Chef Mark Zuckerberg.
Whatsapp gehört wie Facebook und Instagram zur Konzernmutter Meta um Chef Mark Zuckerberg. © imago images/YAY Images | via www.imago-images.de

3. Neue Sicherheitsstufe: Sperre für Chats einrichten – diese Optionen gibt es

Mithilfe der Chatsperre können Sie Chats mit privaten Inhalten besser schützen. Entweder mit Ihrem Geräte-Passwort, per Biometrie wie einem Fingerabdruck oder – beim iPhone – mit der Gesichtserkennung Face ID. Außerdem wird der Inhalt des Chats automatisch in den Benachrichtigungen ausgeblendet.

Die Chatsperre richten Sie über die Kontaktinfo beziehungsweise Gruppeninfo (Name in der oberen Leiste) im jeweiligen Chatfenster ein. Tippen Sie dazu auf "Chatsperre" und folgen den Anweisungen. Ist ein Chat gesperrt, wird er automatisch in die Liste "Gesperrte Chats" aufgenommen.

Wenn Sie auf einen gesperrten Chat zugreifen möchten, müssen Sie ihn erst mit der gewählten Methode entsperren. Vorsicht aber: Sperren Sie einen Chat auf dem iPhone, erscheint er derzeit noch ganz normal im Whatsapp-Client auf dem Computer oder auf anderen verbundenen Geräten.

4. Fehler passiert? Wie Sie Nachrichten bei WhatsApp im Nachhinein ändern können

Haben Sie eine fehlerhafte Nachricht gesendet, möchten Sie eine Mitteilung noch erweitern oder haben Sie Ihre Meinung zu einer Nachricht geändert, können Sie diese neuerdings auch berichtigen. Dazu haben Sie allerdings nur 15 Minuten Zeit. Tippen Sie dazu länger auf eine gesendete Nachricht und wählen Sie im angezeigten Menü "Bearbeiten" aus.

Die besten Rezepte: der EAT CLUB Newsletter!

Es erwarten Sie jede Woche die feinsten Rezepte und kurzangebratene News aus der Foodwelt.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Von Ihnen bearbeitete Nachrichten werden beim Empfänger als "bearbeitet" angezeigt. Chatpartner werden somit informiert, dass die Nachricht korrigiert worden ist, erfahren aber nichts über den Änderungsverlauf, wo die ursprüngliche Nachricht also verändert worden ist.

Auch Sprachnachrichten können Sie berichtigen: Tippen und halten Sie das Mikrofonsymbol und schieben Sie es nach oben. Nehmen Sie Ihre Nachricht auf. Anschließend tippen Sie die Pause-Taste. Jetzt können Sie die Sprachnachricht über die Pfeiltaste abspielen und bei Nichtgefallen über das Papierkorb-Symbol löschen.

5. Whatsapp-Konto verknüpfen und auf mehreren Handys nutzen – vier simple Schritte

Sie können seit Kurzem mehrere Smartphones mit einem Whatsapp-Konto verknüpfen:

  • Installieren und starten Sie die Whatsapp-App auf jenem Handy, das Sie ebenfalls mit Ihrem Whatsapp-Konto verknüpfen möchten.
  • Im Laufe der Einrichtung (bei Android etwa oben rechts auf die "Drei Punkte" tippen) wählen Sie dann "Mit bestehendem Konto verbinden".
  • Es erscheint ein QR-Code.
  • Auf Ihrem Haupt-Smartphone öffnen Sie dann in Whatsapp die Einstellungen, wählen "Verknüpfte Geräte" sowie "Gerät hinzufügen" und scannen nun den auf dem anderen Gerät angezeigten QR-Code – fertig.

6. Neue Funktion bei WhatsApp: Einmalbilder verschicken – was das ist und wie es funktioniert

Seit Neuestem lassen sich per Whatsapp Bilder versenden, die sich nur ein einziges Mal ansehen lassen. Nicht einmal Bildschirmfotos (Screenshots) lassen sich anfertigen. Außerdem verhindern Einmalbilder das standardmäßige Speichern und vermeiden Datenmüll auf dem Empfänger-Smartphone.

Der Versand eines solchen Einmalfotos ist einfach: Vor dem Versand des Bildes haben Sie die Möglichkeit, eine Bildunterschrift hinzuzufügen. In diesem Bereich tippen Sie auf die "1", sodass diese grün hinterlegt wird. Schicken Sie das Bild dann wie gewohnt ab. Der Empfänger kann es nun einmal betrachten, danach erscheint an der Stelle lediglich der Hinweis "geöffnet".

Tipps und Tricks für Whatsapp:

Fazit zu Funktionen von Whatsapp: Langweilig wird es nicht – was in Zukunft geplant ist

Rund um Whatsapp wird es sicher nicht langweilig. So ist ein mobiles Bezahlsystem ähnlich Apple Pay geplant, mit dessen Hilfe Nutzer etwa per Smartphone an Supermarktkassen zahlen können. Ebenfalls angedacht sind Verschriftlichungen von Sprachnachrichten.