VfL Wolfsburg

Nullnummer bringt Wolfsburg nicht weiter: „Es war viel mehr drin“

| Lesedauer: 3 Minuten
Aster Vranckx spielt gegen Berlins Maximilian Mittelstädt. Die Partie plätscherte phasenweise vor sich hin.

Aster Vranckx spielt gegen Berlins Maximilian Mittelstädt. Die Partie plätscherte phasenweise vor sich hin.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Wolfsburg.  Der VfL Wolfsburg hat den Befreiungsschlag verpasst. Im Kellerduell gegen Hertha BSC gab es für das Team von Trainer Florian Kohfeldt nur ein 0:0.

Die Nullnummer stellte Florian Kohfeldt nicht zufrieden. Der Coach des VfL Wolfsburg senkte nach dem Schlusspfiff den Kopf, schüttelte sich und redete noch ein bisschen auf den Vierten Offiziellen ein. Danach klatschte der Trainer mit seinen Spielern ab, munterte sie auf. Zwar hat es mit dem ersehnten Sieg („Egal, wie“) im Duell der Krisenklubs gegen Hertha BSC nicht gereicht, mit dem 0:0 endete aber immerhin die dramatische Pleitenserie der Wölfe.

„Wir müssen das Wir-Gefühl stärken“, sagte Sportdirektor Marcel Schäfer am Sky-Mikrofon und gab damit die Parole für die Zukunft aus: „Wir schaffen das nur gemeinsam, das muss jeder wissen.“ Der VfL konnte erstmals seit 56 Tagen wieder einen Punkt in der Bundesliga holen.

„Wir haben das Gefühl, dass viel, viel mehr drin war. Wir haben nicht verloren, aber nach der Leistung sind wir enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben. Aber auf der Leistung können wir aufbauen und werden versuchen, das jede Woche abzurufen“, sagte Wolfsburg-Keeper Koen Casteels. Die Mannschaft tue sich schwer, Tore zu erzielen, „das ist schwer zu erklären und vor allem auch ärgerlich“. Statt vor 500 zugelassenen Zuschauern auf eine schnelle Führung zu drängen, wartete das Kohfeldt-Team erst einmal ab und wollte bloß keinen Fehler machen.

Partie plätschert vor sich hin – Waldschmidt und Gerhardt versagen die Nerven

Die Verunsicherung nach all den Rückschlägen zuletzt war den Wölfen deutlich anzumerken. In der 16. Minute hatten die Hausherren aber plötzlich doch eine riesige Chance, Luca Waldschmidt vergab aus kurzer Distanz aber kläglich. Auch Yannick Gerhardt versagten die Nerven (29.).

Ansonsten plätscherte die Partie lange – dem Tabellenstand der beiden Teams entsprechend – lediglich dahin. Auch weil sich die Hertha kaum am Spiel beteiligte, zudem gab es viele kleine Fouls.

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Wolfsburg war der Wille zwar nicht abzusprechen, aber oft fehlten den Aktionen die nötige Cleverness, die letzte Konsequenz oder einfach die Präzision. Der Ex-Meister hatte aber auch Glück, dass Schiedsrichter Robert Hartmann einen Kopfballtreffer von Niclas Stark nach einer Ecke wegen eines vermeintlichen Fouls nicht gab (43.).

Kurz zuvor hätten Kohfeldt und Co. gerne einen Elfmeter bekommen, nachdem Renato Steffen bei einem Laufduell mit Jordan Torunarigha zu Fall kam - der Videoassistent griff nicht ein.

Erst spät gaben die Berliner, bei denen Ishak Belfodil nach seiner Corona-Infektion zurückkehrte und Marco Richter eine gute Möglichkeit hatte (73.), ihre Passivität auf, dadurch nahm das Tempo der Partie zu. So entwickelte sich immer noch ein alles andere als hochklassiges, aber immerhin spannendes Spiel.

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