Der VfL Wolfsburg verleiht Klaus mit Kaufoption nach Düsseldorf

Wolfsburg.  Die Leihe läuft vorerst bis Saisonende. Doch dass der Flügelflitzer noch einmal zurückkehrt, ist unwahrscheinlich.

Missverständnis beendet: Felix Klaus verlässt den VfL Wolfsburg und wechselt - zunächst auf Leihbasis - zu Fortuna Düsseldorf (Archivbild).

Missverständnis beendet: Felix Klaus verlässt den VfL Wolfsburg und wechselt - zunächst auf Leihbasis - zu Fortuna Düsseldorf (Archivbild).

Foto: TimGroothuis / Groothuis/Witters/Pool/Witters

Felix Klaus und der VfL Wolfsburg: Diese Verbindung hat so recht nie gepasst. Im Sommer 2018 war der Flügelspieler für 3 Millionen Euro von Hannover 96 in den Allerpark gewechselt. Geld, das der heute 28-Jährige aus verschiedenen Gründen nie mit sportlicher Leistung zurückzahlen konnte. Die Trennung ist nur folgerichtig: Klaus wechselt zunächst auf Leihbasis bis Saisonende in die 2. Liga zu Fortuna Düsseldorf.

Das gaben die Klubs am Donnerstag bekannt. Tags zuvor hatte Klaus seinen Medizincheck in der Rheinmetropole erfolgreich hinter sich gebracht. Mit seiner Unterschrift beim Tabellenfünften der 2. Liga nimmt der Profi einige Gehaltseinbußen in Kauf. Zunächst einmal gilt sein Leihvertrag bis zum Ende der aktuellen Spielzeit, allerdings sicherten sich die Fortunen um ihren Fußballvorstand und Ex-VfL-Manager Klaus Allofs eine Kaufoption. Die soll etwas unter dem liegen, was die Wolfsburger im Sommer 2018 nach Hannover überwiesen hatten. Das waren 3 Millionen Euro.

Der VfL spart Klaus‘ Gehalt

Klaus‘ Entscheidung macht für alle Seiten Sinn. Der VfL spart Gehalt und bekommt am Saisonende eventuell noch eine Ablösezahlung, falls sich der 28-Jährige empfehlen kann. Die Düsseldorfer, die gern in die 1. Liga zurückkehren würden, bekommen einen Spieler mit der Erfahrung von immerhin 166 Bundesliga-Einsätzen (15 Tore). Und Klaus selbst hat mit dem Wechsel wieder eine sportliche Perspektive. Womöglich ist der Flügelspieler bereits am Samstag im Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue eine Option für Trainer Uwe Rösler.

Nur ein Startelfeinsatz diese Saison

In Wolfsburg hatte Klaus keine Perspektive mehr. Auf 52 Pflichtspieleinsätze kam er in zweieinhalb Jahren für den VfL, dabei erzielte der Ex-Freiburger nur ein Tor: das 1:0 beim 2:0-Sieg am 32. Spieltag der Saison 2018/19 gegen den 1. FC Nürnberg. Direkt nach seinem Wechsel und danach immer mal wieder warfen den ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler Verletzungen zurück. In der aktuellen Spielzeit kam Klaus auf sechs Einsätze an 15 Bundesliga-Spieltagen. Nur einmal, und zwar beim 1:1 in Freiburg Ende September, durfte er von Anfang an spielen.

Klaus hat mit der Fortuna viel vor

Beim VfL war die Konkurrenz auf dem Flügel zu groß. Zuletzt war der gebürtige Osnabrücker viermal gar nicht mehr im Kader. Nun will er eine Etage tiefer wieder angreifen. „Ich bin froh, dass es mit dem Wechsel zur Fortuna geklappt hat. Ich will der Mannschaft so schnell wie möglich auf dem Platz helfen und freue mich darauf, dass es so schnell wieder losgeht“, sagt Klaus, der überzeugt ist: „Düsseldorf ist ein Aufstiegskandidat – und ich brenne darauf, mit der Fortuna anzugreifen.“

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