So erlebte Robin Knoche sein erstes Duell mit dem VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Unions Abwehrchef blendete die Emotionen beim 2:2 gegen seinen Ex-Klub aus. „Das Remis geht in Ordnung.“

Früher Teamkollegen beim VfL Wolfsburg, heute Konkurrenten: Renato Steffen (in Grün) wird von Robin Knoche (Union Berlin) in die Mangel genommen.

Früher Teamkollegen beim VfL Wolfsburg, heute Konkurrenten: Renato Steffen (in Grün) wird von Robin Knoche (Union Berlin) in die Mangel genommen.

Foto: Darius Simka/regios24

15 Jahre lang trug Robin Knoche das Trikot des VfL Wolfsburg. Erst in allen Junioren-Mannschaften, dann ab 2011 in 226 Pflichtspielen in Bundesliga, Champions wie Europa League, DFB-Pokal und Relegation. Am Samstag spielte der 28 Jahre alte Innenverteidiger nun erstmals gegen seinen Jugendklub, den er im Sommer verlassen musste. Es verschlug den Braunschweiger zu Union Berlin, wo Knoche Stammkraft ist und auch im ersten Duell mit dem VfL über die volle Spielzeit auf dem Rasen stand

Wie war das erste direkte Aufeinandertreffen?

„Ich konnte die Emotionen im Spiel ganz gut ausblenden“, sagte Knoche nach dem 2:2 bei Sky. Denn klar, die Partie war schon im Vorfeld „etwas ganz Besonderes“ für Knoche, das hatte er im Interview mit unserer Zeitung verraten. Solch eine lange und tiefe Verbindung schüttelt kaum einer ganz so leicht ab. Auch Knoche nicht. „Doch im Spiel ging es. Ich will es halt wie jeder andere Spieler auch gewinnen“, so der 28-Jährige. In Unions Dreierkette gab Knoche den zentralen Mann – und machte seine Sache wie gewohnt äußerst solide. Sein direkter Gegenspieler Wout Weghorst kam kaum zum Zuge. Nur wenn die Wolfsburger Mittelfeldspieler, meist Yannick Gerhardt, mit langem Anlauf durch die Union-Abwehr rannten, bekamen Knoche. und Co. Probleme.

Interessant war die Passquote des Verteidigers. Fünf seiner 64 Pässe landeten bei den Grün-Weißen. Hatte er da noch an seine alten Farben gedacht? „Nein“, lacht er, „die Farben konnte ich sehr gut auseinanderhalten.“ Nach dem Abpfiff sprach Knoche noch mit einigen seiner alten Teamkollegen. „Da wurden noch ein paar Sätze ausgetauscht.“

Beide Teams mit Spielergebnis zufrieden

Beide Seiten, so der Eindruck nach vielen Gesprächen, waren mit dem 2:2 zufrieden. „Das Remis geht in Ordnung“, so Knoche. Die Wolfsburger konnten gut damit leben, weil sie nach der Hinausstellung Maximilian Arnolds (50. Minute, Notbremse) in Unterzahl noch einen Punkt erkämpften. Und die Berliner, weil sie wieder eine gute Bundesliga-Mannschaft ärgerten.

Die Bayern waren im Stadion An Der Alten Försterei nur zu einem 1:1 gekommen, der BVB hatte sogar 1:2 verloren. Und auch den VfL hatte Knoches Team nah an einer Niederlage. Der nächste Gegner ist am Freitagabend Bayer Leverkusen. Die nächste Spitzenmannschaft für Union. Das Spiel wird für Knoche aber sicherlich nicht so emotional aufgeladen wie die Partie gegen den VfL, seine alte Liebe.

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