Wout Weghorst knipst den VfL Wolfsburg eine Runde weiter

Wolfsburg.  In der Europa-League-Quali siegt der VfL Wolfsburg mit 4:0 beim FK Kukesi in Albanien. Maximilian Arnold ist angeschlagen.

Torschütze: Maxence Lacroix (rechts).

Torschütze: Maxence Lacroix (rechts).

Foto: Hektor Pustina / dpa

Das erste von drei Hindernissen auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League hat der VfL Wolfsburg am Donnerstagabend souverän aus dem Weg geräumt. Der Bundesligist gewann mit 4:0 (2:0) beim FK Kukesi. Die Tore in der albanischen Hauptstadt Tirana erzielten Wout Weghorst (21., 73. Minute), Maxence Lacroix (33.) und Admir Mehmedi (89.). Doch ohne Sorgen traten die Wolfsburger ihre Rückreise nicht an. Denn Maximilian Arnold musste in Hälfte 1 nach einem Foul angeschlagen ausgewechselt werden. Wie schlimm seine Verletzung am Sprunggelenk ist, wird sich erst noch herausstellen. Der Mittelfeldspieler droht für den Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (18 Uhr, VW-Arena) auszufallen.

Auf dem miesen Rasen in Tirana übernahm die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner sofort die Kontrolle. Der Vizemeister aus Albanien kam von Beginn an kaum an den Ball, hatte aber die erste größere Chance der Partie. Kapitän Josuha Guilavogui, der wieder in der Viererkette neben Lacroix spielte, hatte sich bei einem langen Ball unterschätzt und dann seinen Gegenspieler in der Nähe des eigenen Strafraums gefoult. Den Freistoß entschärfte VfL-Keeper Koen Casteels mit einem Reflex (7.).

Der Bundesligist erspielte sich danach im Ansatz einige Chancen. Die Führung resultierte aber aus einem Fehler in Kukesis Abwehr. Verteidiger Erhun Obanor wollte den Ball klären, schoss aber seinen Mitspieler an. Von dem prallte die Kugel zu Weghorst, der sich die Chance im Strafraum nicht entgehen ließ – 1:0 für die Wolfsburger. Zwölf Minuten später lief’s ähnlich. Wieder ermöglichten die Albaner dem VfL durch eine wilde Klärungsaktion ein Tor. FK-Torhüter Entonjo Elezaj boxte eine Flanke Arnolds flach durch den eigenen Strafraum, wo die Kugel Lacroix vor die Füße fiel. Und der 20 Jahre alte Neuzugang aus der 2. französischen Liga schoss souverän zum 2:0 ein.

Doch nur wenige Sekunden nach Lacroix’ Treffer patzte die Wolfsburger Hintermannschaft. Felix Klaus, wieder als Rechtsverteidiger aufgeboten, verschätzte sich bei einem langen Ball und foulte dann seinen Gegenspieler im Strafraum: Elfmeter für die Albaner (34.). Aber das 1:2 blieb aus, weil Wolfsburgs Keeper Casteels den Schuss brillant aus dem Winkel kratzte – eine riesige und wichtige Parade.

Denn mit der 2:0-Führung ging es für Glasners Team dann in die Pause, nach der sich Bundesligist offenbar schon etwas zu sicher war, das Spiel gewonnen zu haben. In der Defensive schlichen sich weitere Nachlässigkeiten ein, und eigene Angriffe wurde immer seltener. Höhepunkt: ein Lattenschuss von FK-Angreifer Albin Gashi (58.). Der Wachmacher für die Wolfsburger?

Eher nicht. Der Bundesligist verlor vorübergehend die Kontrolle über die Partie und ermöglichte dem Gegner einige Möglichkeiten. Die Souveränität war in dieser Phase weg. Angesichts des harten Programms, das auf den VfL wartet, sind solch kurze Verschnaufpausen aber durchaus nachvollziehbar. Zumal sie ohne Folgen blieb.

Erst mit Joker Joao Victor kam neues Leben in die Wolfsburger Offensive. Der Brasilianer war gerade 30 Sekunden auf dem Platz, da legte er Weghorst den Ball vor, und der Niederländer entschied die Partie mit seinem zweiten Treffer (74.). Mehmedi stellte kurz vor Schluss nach schönem Zuspiel Xaver Schlagers auf 4:0 (89.).

Weiter geht es für den VfL schon am Sonntag in der Bundesliga. Von 18 Uhr an ist Leverkusen zu Gast. Und der Gegner für die nächste Europa-League-Quali-Runde steht fest. Am Donnerstag empfängt der VfL Desna Tschernihiw. Der ukrainische Vertreter wird das vorletzte Hindernis der Wolfsburger auf dem langen Weg in die Gruppenphase des Europapokals werden. Räumt der VfL auch Desna aus dem Weg, wartet am Donnerstag, 1. Oktober, dann die allerletzte Hürde.

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