Der VfL Wolfsburg braucht laut Schmadtke noch 30 Punkte

Almancil/Wolfsburg.  Der VfL-Geschäftsführer will wieder in den Europapokal und rechnet die Rückrunde durch. Er sagt: „Du solltest schnell in Schwung kommen.“

Jörg Schmadtke.

Jörg Schmadtke.

Foto: Darius Simka/regios24 / regios24

Nach einer Runde Fußballtennis am Samstagvormittag verabschiedete sich der VfL Wolfsburg aus Almancil. Das Fazit von Trainer Oliver Glasner fiel positiv aus, wenngleich die Testspiele gegen Seoul (1:1) und Genf (1:2) die Stimmung etwas eingetrübt haben. Auch Jörg Schmadtke war nicht begeistert vom Auftritt im Doppeltest am Freitag – und der Geschäftsführer des Bundesligisten findet deutliche Worte in Sachen Saisonziel.

Vor der ersten Einheit des Jahres hatte sich Marcel Schäfer vor die Mannschaft gestellt. Der Sportdirektor schwor die Spieler auf das große Ziel ein, die erneute Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Doch 24 Punkte wie in der Hinrunde werden dafür ganz sicher nicht reichen. „Wenn wir nach Europa wollen, dann bedeutet das nach meiner Einschätzung, dass wir punktemäßig eine Drei vorne stehen haben müssen. Und das bedeutet, du darfst dir nicht viel erlauben“, rechnet Schmadtke vor.

Mindestens 30 Punkte, so die Rechnung des erfahrenen Klublenkers, müssen die Wolfsburger holen, um erneut international zu spielen. Mit weniger Zählern „müssen wir nicht über Europa reden, das ist Phantasialand. Wir müssen uns der Wirklichkeit stellen – oder sagen, dass es nicht geht“, sagt Schmadtke. Der Geschäftsführer macht damit allen klar, dass es einer erheblichen Steigerung bedarf, um das große Ziel zu erreichen – und das von Beginn an. „Du solltest schnell in Schwung kommen, am besten schon in Köln“, so der Geschäftsführer, der daran erinnert, dass noch 51 Punkte zu vergeben sind. Mindestens 30 davon zu holen, wird alles andere als leicht.

Sicher ist in jedem Fall: Mit Leistungen wie in den Tests gegen den FC Seoul und Servette Genf wird’s nichts mit Europa. Die Auftritte am Freitag haben die Stimmung merklich gedrückt, nachdem die Wolfsburger in den Tagen zuvor einen guten Eindruck auf dem Trainingsplatz hinterlassen hatten. Auch Glasner hatte ein zufriedenes Fazit gezogen. Doch in den Testspielen war davon wenig zu sehen. Vielleicht waren die Beine zu schwer? Schmadtke will das nicht als Ausrede gelten lassen. „Zwischen dem, was wir wollen und besprechen, und dem, was wir abgeliefert haben, liegt eine gewisse Diskrepanz, die mir nicht behagt“, erklärt er.

Am Samstag flog der VfL von Faro aus zurück nach Braunschweig, erst am Dienstag müssen die Profis wieder auf dem Trainingsplatz erscheinen. Dann bleiben noch vier Tage, um sich auf den Rückrundenstart in Köln einzustimmen – ohne Neuzugang. Bis auf die Abgänge von Lukas Nmecha (Middlesborough) und Elvis Rexhbecaj (Köln) hat sich im Kader nichts geändert. Passiert noch was bis Ende Januar, wenn das Transferfenster schließt? „Kann sein“, sagt Schmadtke, der nichts ausschließen will. „Das ist der Job. Aber wir lassen uns nicht treiben, sondern machen die Dinge, die wir machen wollen.“

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