Ohne Einsatz: Mallis ganz schwere Phase beim VfL Wolfsburg

Wolfsburg.  Im Testspiel gegen Kiel wird der 27-Jährige auflaufen. Trainer Glasner erklärt, warum er den Mittelfeldspieler bisher nicht eingesetzt hat.

Yunus Malli.

Yunus Malli.

Foto: Darius Simka / regios24

Wenn der VfL Wolfsburg heute Nachmittag gegen Zweitligist Holstein Kiel spielt, werden die Fans einen Spieler zu Gesicht bekommen, der schon länger nicht mehr im Blickfeld war: Yunus Malli. Es ist sehr ruhig geworden um den 27 Jahre alten Mittelfeldspieler, der in dieser Saison beim VfL noch nicht eine einzige Pflichtspielminute bekommen hat und daher nicht in die türkische Nationalmannschaft berufen wurde. Zehn Pflichtspiele hat Oliver Glasners Team bisher absolviert, Malli stand sieben Mal im Aufgebot und saß drei Mal auf der Tribüne.

Der VfL-Trainer kann dem Mittelfeldspieler keinen mangelnden Einsatz im Training vorwerfen. „Yunus ist immer da, er ist immer bereit“, sagt Glasner. Aber: Seine eigentliche Paradeposition, die Zehn, gibt es im 3-4-3-System des Coaches nicht. Der 45 Jahre alte Österreicher sieht Malli eher auf einer der beiden Halbpositionen hinter der einzigen Spitze. Aber: „Ich muss mich entscheiden. Und die anderen Offensivspieler machen es bisher sehr, sehr gut.“

Josip Brekalo und Admir Mehmedi haben mit konstanten Leistungen die anfangs unter Glasner gesetzten Felix Klaus und Joao Victor verdrängt. Auch Lukas Nmecha kam auf der Position zuletzt häufiger zum Einsatz. Erst hinter diesen fünf Spielern kommt hierarchisch Malli. „Wir sind gut aufgestellt. Aber wir kennen Yunus’ Qualitäten. Er bewegt sich gut zwischen den Linien und kann seine Mitspieler gut einsetzen“, sagt der Wolfsburger Trainer. Nur: Das kann Mehmedi auch – und der hat sich in den ersten Wochen der Saison festgespielt.

Für Malli blieb deswegen nur die Zuschauerrolle. Im Sommer hatte er noch auf einen Neustart beim VfL gehofft. Unter Glasner sollte für den Mittelfeldspieler alles besser werden, da er schon unter dem ehemaligen Trainer Bruno Labbadia öfter Neben- als Hauptdarsteller gewesen war. Doch im Oktober muss Malli feststellen: Seine Situation hat sich nicht verbessert, sondern verschlechtert. Und eine Aussicht auf Besserung besteht eigentlich nicht. Während Brekalo, Mehmedi, Victor, Klaus und Nmecha regelmäßig von Glasner eingesetzt werden, musste Malli immer zusehen. Ein Winterwechsel des 27-Jährigen wird zur Diskussion stehen, je näher das Transferfenster rückt.

Heute im Test gegen Kiel kann sich Malli aber erstmals nach langer Zeit wieder präsentieren.

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