Turner des MTV Wolfenbüttel begrüßen Positionspapier des NTB

Wolfenbüttel.  Der Turnerbund setzt sich für eine Neubewertung von Bewegungsangeboten ein.

Frida Behnsen vom MTV Wolfenbüttel – hier auf dem Schwebalken –  muss mit ihrem Training derzeit pausieren.

Frida Behnsen vom MTV Wolfenbüttel – hier auf dem Schwebalken – muss mit ihrem Training derzeit pausieren.

Foto: katrin Hoffmann / regio-press

Der Niedersächsische Turnerbund (NTB) kämpft für Bewegungsmöglichkeiten seiner 760.000 Mitglieder im Breiten- und Gesundheitssport. Der größte Sportfachverband im Landessportbund Niedersachsen vertritt rund 2.900 Turnvereine.

NTB-Präsident Heiner Bartling hat jetzt ein Positionspapier zur besonderen Bewertung von wettkampfungebundenen, kontaktfreien Bewegungsangeboten an die Landesregierung gegeben mit der Bitte, diese Überlegungen mit in die Niedersächsische Corona-Verordnung einzubringen.

Hintergrund ist, dass in den bisherigen Diskussionen dieser Sportbereich zu wenig Beachtung fand und aus Sicht des NTB ein Großteil der Fitness-, Gesundheits- und auch Eltern-Kind-Angebote problemlos in Stationsbetrieben standardisiert sicher und kontaktlos angeboten werden kann.

Ein Hauptargument heißt: „Gerade diese genannten Bewegungsangebote leisten einen erheblichen und wissenschaftlich anerkannten Beitrag zur physischen und psychosozialen Gesunderhaltung von Menschen. In der beginnenden kalten Jahreszeit stärken insbesondere diese Bewegungsangebote die in Pandemiezeiten so wichtigen Abwehrkräfte von Menschen sowie ihre gesamte Resilienz und beugen zusätzlich noch der zunehmenden Verbreitung psychischer Krankheitsbilder wie Depressionen vor.“

Und weiter: „Wir sehen uns als wichtigen Mitspieler in der Bekämpfung der Pandemie und haben dies unseres Erachtens bereits an vielen Stellen gezeigt.“ In den bisherigen Regelungen sieht Bartling eine Stigmatisierung von Sportvereinen durch das explizite Untersagen von Freizeit- und Amateursport sowie das Schließen von „Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen.“ Auf der Grundlage der im Frühjahr erarbeiteten Abstands- und Hygienekonzepten und unter Beachtung der lokalen und kommunalen Inzidenzwerte, werden Lösungen für Gesundheits- und Fitnessangebote und Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen, Bewegungsangebote für Kinder bis 12 Jahre vorgeschlagen.

Anke Kahmann, Abteilungsleiterin Turnen im MTV Wolfenbüttel äußert sich dazu: „Ich finde es gut, dass der NTB für seine Mitglieder kämpft und sich beim Land einsetzt.“ Wie vor kurzem berichtet leidet auch der MTV unter massivem Mitgliederschwund.

Allerdings erwarte Kahmann keine Änderungen mehr vor den Weihnachtsfeiertagen und hofft auf Anfang nächsten Jahres, „denn nicht nur der Freizeitsportbereich liegt auf Eis, sondern auch der Wettkampfsport, wie das Gerätturnen.“ Und das obwohl von der Landesregierung eigentlich der Individualsport, wie das Turnen, unter Auflagen zugelassen ist.

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