Tischtennis: Union Salzgitter spielt bald nur noch zu viert

Salzgitter-Bad.  Der Tischtennis-Verband setzt ab der kommenden Saison eine Reform der Mannschaftsgrößen für die Ober- und Regionalliga um.

Henrik Fahlbusch möchte weiter für den SV Union Salzgitter auch in einer Vierermannschaft aufschlagen.

Henrik Fahlbusch möchte weiter für den SV Union Salzgitter auch in einer Vierermannschaft aufschlagen.

Foto: Foto: Zopp/Regio-Press

In dieser von Corona dominierten Zeit gibt es für den Tischtennis-Oberligisten SV Union Salzgitter eine Neuerung. Mit Beginn der Saison 2021/2022, die im September starten soll, gehören zu einer Mannschaft lediglich noch vier Spieler. Bislang wurde ein Team aus sechs Aktiven gebildet.

Mit dieser Regeländerung folgen die Verantwortlichen des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) dem Vorbild der zweiten und dritten Bundesliga, deren Mannschaften bereits seit mehreren Jahren mit vier Spielern auflaufen. Im deutschen Tischtennis-Oberhaus genügt sogar ein Trio. Allerdings bekommt ein weiterer Profi die Chance, im Doppel mitzuwirken.

Starke Neuzugänge für die Oberligisten

Dieser Wandel gilt nicht nur für die acht deutschen Oberligen, sondern auch für die vier Regionalligen. Deshalb dürfte sich das Leistungstableau vor allem durch den Überhang in den Regionalligen für die Oberligen verdichten. „Es werden sehr gute Spieler auf dem Markt erscheinen, die bei Spitzenmannschaften der Regionalligen unter Umständen keine Einsatzmöglichkeiten mehr bekommen. Für sie bieten sich in der Oberliga neue Chancen“, mutmaßt Union-Teamchef Stefan Blanke und fügte hinzu: „Nicht wenige dieser Spieler verfügen über höhere QTTR-Werte als Topleute diverser Oberligisten und können nach einem Vereinswechsel dort eventuell Verwendung in der Mitte oder sogar im oberen Drittel bekommen.“ Dabei dürfe man laut Blanke allerdings nicht die finanziellen Ressourcen außer Acht lassen.

Union-Team bleibt zusammen

„Sämtliche Spieler meiner Mannschaft haben ihre Bereitschaft erklärt, weiter bei uns zu spielen“, berichtete Blanke zufrieden. Die Sölter haben in der aktuell unterbrochenen Saison noch ein großes Ziel vor Augen: Die Rückkehr in die Regionalliga. Dabei steht der Tabellendritte allerdings unter massivem Erfolgsdruck, da sich neben Spitzenreiter SC Marklohe auch noch ASC Göttingen um die beiden Spitzenplätze bewerben. Die beiden Kontrahenten sind noch verlustpunktfrei. Deshalb benötigt die Blanke-Auswahl die Schützenhilfe von Marklohe und muss selbst zuhause den ASC vom zweiten Platz verdrängen. Die anderen drei Mannschaften sollten eine leichte Beute der Unioner werden.

Scheer geht von Saisonverlängerung aus

Wann es in der stark dezimierten Saison mit lediglich einer Hauptrunde und noch vier offenen Begegnungen weiter gehen kann, ist derzeit vollkommen ungewiss. Union-Abteilungsleiter Peter Scheer ist skeptisch: „Ich glaube nicht, dass die restlichen Spiele vor April ausgetragen werden können. Ich gehe auch fest davon aus, dass die Saison bis Ende Mai verlängert wird.“ Ausdrücklich betont der Union-Chef mit Blick in die Zukunft: „Aber selbst wenn wir nicht aufsteigen sollten, geht die Welt auch nicht unter. Die Oberliga ist auch sehr attraktiv.“

In Übereinstimmung mit dem DTTB-Präsidium favorisiert auch der für den gesamten norddeutschen Raum zuständige Spielleiter Lothar Fricke (Vechelde) die ordnungsgemäße Beendigung der Hauptrunde und verweist zudem auf die davon unabhängige DTTB-Entscheidung zugunsten der Viererregelung. „Die wird in jedem Fall eingeführt“, so Fricke.

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