Barmke: Das Kollektiv ist gegen Eintracht nötig

Barmke.  Der TSV geht mit großen Verletzungssorgen in das Heimspiel im Fußball-Niedersachsenpokal gegen Braunschweig.

In der vergangenen Saison kassierten die Barmkerinnen (links Leonie Stenzel) drei deutliche Niederlagen gegen Eintracht Braunschweig (rechts).

In der vergangenen Saison kassierten die Barmkerinnen (links Leonie Stenzel) drei deutliche Niederlagen gegen Eintracht Braunschweig (rechts).

Foto: Darius Simka / regios24

Seitdem sie ihre Auftakthürde im Niedersachsenpokal souverän gemeistert haben (10:0 gegen den TuS Bröckel), freuen sich Barmkes Fußballerinnen auf das Zweitrundenduell mit dem letztjährigen Oberliga-Meister Eintracht Braunschweig an diesem Sonntag (11 Uhr) in Barmke. In den vier Wochen seit dem Erstrundensieg ist die Vorfreude seitens des TSV allerdings etwas gedämpft worden.

„Die Eintracht hat eine echt starke Truppe. Könnten wir in Bestbesetzung spielen, wäre es aus meiner Sicht ein Duell auf Augenhöhe und ein richtig guter Indikator, um zu sehen, was für uns in dieser Saison möglich ist“, sagt Barmkes Coach Marcel Kirchhoff. Aber die schweren Verletzungen von Julia Ogiermann sowie der im Sommer aus Braunschweig zum TSV gewechselten Juliane Rath und weitere Ausfälle für Sonntag „haben die Ausgangslage doch deutlich verändert. Die Eintracht geht daher als klarer Favorit in dieses Spiel“, so Kirchhoff.

Neben den Langzeitverletzten wird auch Torhüterin Julia Bandura ausfallen: „Sie hat sich im Training am Mittwoch leider die Nase gebrochen“, informiert der TSV-Coach. So wird Barmkes neue Nummer 1, Jana Burmeister, wohl trotz eines kürzlich ausgekugelten Fingers das Tor hüten müssen. Auch ein Einsatz von Rebecca Spelly (krank) ist fraglich. „Das alles ist ärgerlich, aber wir müssen das irgendwie als Kollektiv auffangen“, schiebt Kirchhoff nach.

Den Wirkungskreis von Braunschweigs Zweitliga-erfahrener Torjägerin Lyn Meyer könne sein Team ohnehin nur im Kollektiv eingrenzen. In den beiden letzten Spielen in der Oberliga-Staffel A, welche die Eintracht mit neun Punkten aus drei Partien und 14:1 Toren anführt, erzielte Meyer sechs Tore. „Keine Frage, sie allein hievt diese ohnehin schon starke Mannschaft noch mal auf ein höheres Level“, sagt Kirchhoff. Nach den drei derben Niederlagen gegen die Braunschweigerinnen in der letzten Saison (2:7 im Pokal, 0:5 und 2:5 in der Liga) wünscht sich der TSV-Coach von seinen Mädels, „dass sie das Spiel genießen und einfach mal den Fußball spielen, den sie spielen können. Das ist uns in den letzten Duellen mit der Eintracht nämlich leider nicht gelungen.“

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