TSV Barmke: Zuspruch trotz verpassten Aufstiegs

Helmstedt.  Frauenfußball: Ihr Aufstiegstraum ist zwar nach der NFV-Entscheidung geplatzt. Aber der TSV Barmke und STV Holzland zeigen Verständnis dafür.

Der Oberligist TSV Barmke (re.) begrüßt die Entscheidung des NFV, auch wenn er davon nicht gerade profitiert.

Der Oberligist TSV Barmke (re.) begrüßt die Entscheidung des NFV, auch wenn er davon nicht gerade profitiert.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

Mittlerweile steht nur noch eine Möglichkeit zur Debatte, wie der Niedersächsische Fußballverband die derzeit unterbrochene Spielzeit werten soll. Nämlich mit der Quotientenregelung mit Aufsteigern, aber ohne Absteiger (wir berichteten). Doch nicht nur bei den Herrenteams stößt der Vorschlag auf größtenteils positive Reaktionen. Auch bei den Helmstedter Frauenteams ist man mit dem Saisonabbruch einverstanden – auch wenn sie nicht gerade davon profitieren.

Der TSV Barmke spielt in der Oberliga bisher eine richtig starke Saison, befindet sich nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig. Durch die Quotientenregelung würde es aber bedeuten, dass das Thema Aufstieg nun vom Tisch ist und die Braunschweigerinnen den Titel holen. „Trotzdem ist es eine faire Lösung“, findet TSV-Coach Marcel Kirchhoff. „Wir sind froh, dass der NFV endlich eine Entscheidung getroffen hat.“ Dem möglichen Titel und dem Aufstieg in die Regionalliga trauert er nicht derweil hinterher. „Wir sind Zweiter, vor der Saison hätte ich damit nicht gerechnet. Außerdem hat Braunschweig zweimal gegen uns gewonnen und steigt deshalb verdient auf.“

Chancen auf den Titel hatte auch noch der Landesligist STV Holzland. Die Elf von Trainerin Mandy Heidemann befindet sich auf Platz 3 und hat vier Punkte Rückstand auf das Spitzenduo MF Göttingen und BSC Acosta. Das Pikante in der Landesliga: Die zweitplatzierten Braunschweigerinnen holten im Schnitt 2,2 Punkte pro Spiel, somit mehr als Tabellenführer Göttingen (2,0) und dürfen deshalb in die Oberliga. „Die Entscheidung war für den NFV bestimmt nicht leicht, man kann es nämlich nie allen Vereinen recht machen“, meint Heidemann. „Aus meiner Sicht ist es die richtige Entscheidung, mit dem Quotienten zu werten. Nächste Saison müssen wir das ein oder andere Spiel mehr machen, das sollte aber für uns kein Problem sein.“

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