FC Schwülper: Dank Willensstärke und Moral auf Meisterkurs

Gifhorn.  Fußball-Kreisliga B: Mit weißer Weste und besten Aussichten im Meisterschaftsrennen hat sich der FC Schwülper in die Winterpause verabschiedet.

Schwülper um Andre Pape (in Blau) gewann Mitte Oktober das Topspiel gegen Triangel (Steven Schlabritz) und geht als klarer Aufstiegsfavorit in die zweite Saisonhälfte.

Schwülper um Andre Pape (in Blau) gewann Mitte Oktober das Topspiel gegen Triangel (Steven Schlabritz) und geht als klarer Aufstiegsfavorit in die zweite Saisonhälfte.

Foto: Michael Uhmeyer / regios24

Der SV Triangel hatte vor Saisonbeginn den Aufstieg als Ziel ausgegeben, zur Winterpause hat aber der FC Schwülper die besten Karten, sich den Staffelsieg in der Fußball-Kreisliga B zu sichern. In der unteren Tabellenhälfte sieht es momentan nach einem Vierkampf um den Klassenerhalt aus.

1. FC Schwülper. Die Papenteicher hatten mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen (Kai Günter, Julian Boguschewski, Marlon Schade, Timm Feddersen, später kamen auch noch Kapitän Niklas Meyer und Marc Berlinecke hinzu), starteten aber dennoch gut in die Serie und blieben als einziges Team ohne Punktverlust. „Die Jungs haben eine gute Moral und Willensstärke bewiesen“, lobt Trainer Thorsten Meyer, der mit seiner Elf so lange wie möglich da oben bleiben möchte. „Wir müssen aber weiterhin hart arbeiten, da in unserer Staffel jeder jeden schlagen kann“, warnt der FC-Coach.

2. SV Triangel. Nach drei Jahren Pause stieg Viktor Weißgerber vor der Saison wieder als Trainer ein – für ihn eine Top-Entscheidung: „Es gibt zwar auch mal Reibungspunkte, insgesamt macht es mit der Truppe aber richtig viel Spaß.“ Top findet der Coach des Tabellenzweiten auch, „was wir bisher abgeliefert haben, auch wenn ich mir wünschen würde, dass der eine oder andere Spieler ab und an mit mehr Selbstvertrauen auf dem Platz agiert“. Auch in puncto Kondition, dem Finden von spielerischen Lösungen und vor allem Trainingsbeteiligung sieht Weißgerber noch Verbesserungsbedarf.

3. TuS Müden-Dieckhorst. Als Verfolger des Spitzenduos hat sich der TuS Müden-Dieckhorst etabliert, der nach den Platzierungen 11 und 8 in den Vorsaisons seinen Aufwärtstrend bestätigte. Die einzige Pleite gab es zum Auftakt gegen Schwülper (1:6), dafür überraschte das Team von Trainer Sven-Arne Börner am darauffolgenden Spieltag auswärts den Tabellenzweiten aus Triangel (2:1). „In einigen Partien hatten wir das nötige Matchglück“, meint der TuS-Coach, „ansonsten passt es aber auch einfach in der Truppe, da die Trainingsbeteiligung hoch ist und die Jüngeren es akzeptieren, wenn unsere gestandenen Spieler sich aufgrund von Familie, Urlaub oder Arbeit mal eine Auszeit nehmen.“

4. SV Meinersen-Ahnsen-Päse. Nachdem Willi Feer im Juli überraschend seinen Abgang verkündet hatte, stellten die Meinerser Verantwortlichen Ron Glindemann und Co-Trainer Michael Theuerkauf als neues Gespann vor. „Es ist toll, wie uns das Umfeld aufgenommen hat“, betont Glindemann, dem es viel Spaß bereite, mit seiner eingeschworenen Truppe zu arbeiten. „Dass es Anfangsschwierigkeiten geben würde, war klar, weil die Jungs nicht wussten, was sie erwartet. Ich sehe unsere Entwicklung aber sehr positiv.“

5. SSV Kästorf II. „Der bisherige Saisonverlauf ist für uns nicht zufriedenstellend“, sagt Kästorfs Trainer Sebastian Ludwig, der allerdings der Meinung ist, „dass wir abgesehen vom Auftakt in Triangel jedes Spiel hätten gewinnen müssen, wenn ich sehe, wie viele Großchancen wir hatten“. An der technischen Qualität seiner Akteure mangelte es folglich nicht, wohl aber am konditionellen Zustand des einen oder anderen. Speziell die jungen Kicker wie Till Schöttle und Jasin Hajdari nimmt Ludwig in dieser Hinsicht in die Pflicht: „Jasin ist ein geiler Zocker, der den Unterschied ausmachen kann, in der Zeit des ersten Lockdowns aber leider gar nichts für seine Fitness gemacht hat.“ Der SSV-Coach glaubt aber, „dass es bei den Jungs jetzt Klick gemacht hat“.

6. SV Leiferde. Auch in Leiferde herrscht beim Trainerteam und der Mannschaft Einigkeit darüber, „dass wir da gelandet sind, wo wir nicht hinwollten“, sagt SV-Co-Trainer Benjamin Wrede. Sein Erklärungsansatz: „Wir legen zwar gute Spiele aufs Parkett, haben aber immer wieder Phasen, in denen wir uns durch einen verlorenen Zweikampf, einen vermasselten Torabschluss oder Fehlpass massiv aus dem Tritt bringen.“ Deshalb fordert Wrede, „dass die Jungs die Konzen-tration noch mehr steigern und lernen müssen, mit diesen negativen Phasen besser umzugehen“.

7. TSV Meine. Mit neuem Coach ging der Aufsteiger das Unternehmen Kreisliga an. Und obwohl Luca Morana (SG Olympia/Leoni, 1. Kreisklasse Braunschweig) die Gifhorner Staffel nicht kannte, „hätte ich nicht gedacht, dass wir so wenige Punkte holen. Ich glaube aber, dass wir vieles unterschätzt haben und zu lax in die Saison reingegangen sind.“ Zudem offenbarten die Meiner Schwächen beim Torabschluss und fanden erst in den letzten beiden Begegnungen (4:1 gegen Hillerse II, erster Saisonsieg, sowie das 0:3 gegen Müden) zu ihrer Matchfitness.

8. TSV Hillerse II. Als einziges Team noch sieglos, dazu seit der bitteren 1:4-Niederlage beim Kellerduell in Meine Tabellenletzter: Ihr erstes Halbjahr beim TSV Hillerse II hätten sich die neuen Trainer André Brömel und Julian Wildemann sicher anders vorgestellt. „Die Hinrunde ist für uns ärgerlich gelaufen“, erklärt Brömel, „abgesehen vom Spiel in Meine, als wir richtig schlecht waren, und der ersten Halbzeit gegen Müden haben wir aber in keiner Partie enttäuscht. Unser größtes Problem ist nur, dass wir keine Tore machen.“

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