Bezirksliga: Hillerse und SVG gehören zu den Favoriten

Gifhorn.  Vor dem Punktspiel-Auftakt der Fußballer blicken die Trainer auf ihre Ziele, die Favoriten und die Konkurrenz der Staffeln 1 A und 1 B.

Sie gelten in ihren Staffeln als Favoriten in Sachen Titelkampf: Die SV Gifhorn (am Ball Nick Raupers) und der TSV Hillerse (2.v.l. Robin Ramme).

Sie gelten in ihren Staffeln als Favoriten in Sachen Titelkampf: Die SV Gifhorn (am Ball Nick Raupers) und der TSV Hillerse (2.v.l. Robin Ramme).

Foto: Jens Semmer / regios24

Kleine Staffeln, wenig Spiele, neue Gegner und besondere Auf- und Abstiegsregelungen: An diesem Wochenende fällt in der Fußball-Bezirksliga der Startschuss zu einer Saison der etwas anderen Art. Da es in der „Corona-Saison“ keine Absteiger, aber vier Aufsteiger aus den Kreisligen in die Staffel 1 gab, wurde diese aufgesplittet. Die Trainer der Gifhorner Teams äußern sich vor dem Start zu ihren Zielen und den möglichen Favoriten.

Staffel 1 A

TSV Hillerse

Platz 4 in der abgebrochenen Saison, aber auch der Gruppensieg im Bezirkspokal waren Indizien dafür, „dass wir eine Entwicklung vollzogen haben“, sagt Trainer „Charly“ Melaouah. „Ob wir aber schon ein Spitzenteam sind, werden erst die Ligaspiele zeigen. Wir haben meiner Meinung nach noch zu große Schwankungen drin.“ Die Trainer der Konkurrenten nennen Hillerse dennoch als Favoriten. „Wir nehmen das so an, wissen aber, dass einige sehr anspruchsvolle Aufgaben in dieser Staffel auf uns warten, allen voran Mörse und Fallersleben.“

TuS Neudorf-Platendorf

„In unserer Staffel sind ein paar Hochkaräter dabei“, findet Trainer Ralf Schmidt. Als Favoriten nennt er die TSG Mörse mit „ihrer überragenden Offensive“, aber auch den VfB Fallersleben und den TSV Hillerse. Das Ziel des TuS sei es, „oben ein Wörtchen mitzureden, es interessant zu machen“, so Schmidt. Platendorfs Coach warnt aber, dass es in einer Staffel von nur zehn Mannschaften schwieriger sei, einen Fehlstart zu korrigieren.

FSV Adenbüttel Rethen

Hillerse, Mörse, Platendorf und Fallersleben sieht FSV-Trainer Michael Horst gegenüber seiner Mannschaft im Vorteil. „Wenn wir eine gute Saison spielen, können wir Fünfter werden. Das ist für uns ein realistisches Ziel“, sagt Horst.

VfR Wilsche-Neubokel

„Jedes Spiel ist in einer solch kleinen Staffel doppelt so wichtig“, stellt VfR-Trainer Bernd Huneke klar. Sein Team fand sich in der abgelaufenen Saison in unteren Tabellenregionen wieder, dieses Szenario soll nun vermieden werden. „Unser Anspruch ist es, nicht in den Keller zu rutschen. Wir wollen von Anfang an punkten.“

MTV Gamsen

„Wir sollten die letzte Saison nicht vergessen und demütig in diese Spielzeit gehen“, erinnert Trainer Ralf Ende daran, dass sein Team beim Abbruch im März Tabellenletzter war. Daher gelte es, schnellstmöglich Punkte zu sammeln, um drei Mannschaften hinter sich zu lassen. „Nach der Pokalrunde weiß eigentlich noch keiner so recht, wo er steht, weil da kaum eine Mannschaft konstante Leistungen gezeigt hat – vielleicht abgesehen von Hillerse, die ich auch als Favoriten in unserer Gruppe sehe.“

VfL Germania Ummern

Der Kreisliga-Aufsteiger weiß von Beginn an um seine Rolle in der neuen Klasse. „Unser Ziel ist es, den Relegationsplatz im Kampf um den Abstieg zu erreichen. Mehr wird nicht drin sein“, bekräftigt Ummerns Trainer Jörg Drangmeister. Nach den englischen Wochen im Pokal „müssen wir sehen, wie unsere Verletzungsmisere weitergeht. Wir haben im Pokal aber gesehen, dass wir dagegenhalten können“, sagt Drangmeister.

Staffel 1 B

SV Gifhorn

Nachdem sie den Aufstieg zuletzt hauchdünn verpassten, wollen die Eyßelheider in dieser Saison wieder vorne mitmischen. „Bei der kleinen Staffel musst du aber auch vorne dabei sein, weil du sonst automatisch gegen den Abstieg spielst“, sagt Spielertrainer Tino Gewinner, der ausgerechnet Auftaktgegner Wendschott zu den Favoriten der „von der Leistungsdichte her ausgeglicheneren der beiden Staffeln“ zählt.

VfL Wahrenholz

Nicht nur als ausgeglichener, sondern auch als „deutlich stärker“ schätzt VfL-Coach Thorsten Thielemann die B-Staffel ein. „Das Prinzip der Aufteilung nach den Platzierungen der Vorsaison war super – aber dann sind uns mit Wendschott und Türk Gücü Helmstedt die beiden mit Abstand stärksten Aufsteiger zugeordnet worden“. Beide seien aufgrund ihres Personals „alles andere als typische Aufsteiger“, betont Thielemann, für dessen personell extrem gebeuteltes Team es darum geht, „irgendwie drei Mannschaften hinter uns zu lassen. Was darüber hinaus geht, ist ein Bonus.“

TSV Vordorf

„Unser Ziel ist es, auch in der Saison 2021/22 in der Bezirksliga zu spielen“, stellt TSV-Coach Heinz-Günter Scheil klar. Er und seine Mannschaft freuen sich jedenfalls auf die „interessante Staffel mit reizvollen Gegnern – gestandenen Bezirksligisten, aber auch vielversprechenden Aufsteigern“.

FC Brome

2019 in die Bezirksliga aufgestiegen, hat sich der FC nun höhere Ziele gesetzt als nur den Klassenerhalt. „Im vergangenen Jahr haben wir gegen den Abstieg gespielt, da war ein bisschen der Wurm drin. Wir haben uns vorgenommen, im Mittelfeld zu landen“, unterstreicht Teammanager Hendrik Joswig.

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