Eintracht-Frauen haben mit Nachwuchs-Power Erfolg

Braunschweig.  Die Braunschweiger Hockey-Spielerinnen sichern sich den dritten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga und damit die Teilnahme an der Meisterrunde.

Torgefährliche Newcomerin: Eintrachts 16-jährige Stürmerin Fenja Rees (rechts, neben Kira Curland) erzielte gegen Blau-Weiß Köln bereits ihren dritten Saisontreffer.

Torgefährliche Newcomerin: Eintrachts 16-jährige Stürmerin Fenja Rees (rechts, neben Kira Curland) erzielte gegen Blau-Weiß Köln bereits ihren dritten Saisontreffer.

Foto: Peter Sierigk

Mit vier Punkten aus zwei Heimpartien haben die Hockey-Frauen von Eintracht Braunschweig ihre eigentlich anvisierten beiden Heimsiege knapp verpasst. Zufrieden sein konnte Trainer Andreas Dolge trotzdem, zumal seine Zweitliga-Mannschaft einen Spieltag vor Schluss den ersehnten Platz in den Top-Fünf festzurrte.

Besonders auf seine „jungen Wilden“ durfte der Hockey-Lehrer aus Sachsen-Anhalt stolz sein. Sowohl am Samstag, beim 3:1 (1:1) gegen Blau-Weiß Köln, als auch tags darauf beim 2:2 (1:1) gegen den Bonner THV trafen Spielerinnen, die erst im Sommer aus der eigenen Jugend in den Frauenkader aufgerückt waren. Gegen Köln war es Fenja Rees, die mit ihrem 3:1 den Deckel auf die Partie machte. „Das war ein Nachschuss“, beschrieb die 16-Jährige schmunzelnd ihren Abstauber, „ich habe ihn aufs Tor gebracht, und er ist irgendwie reingegangen.“

Griffig, aggressiv und torhungrig

Dass das kein Zufall war, beweist ihre Bilanz: In sechs Partien durfte die Schülerin schon dreimal jubeln – und hat sich so den Respekt ihrer erfahreneren Kolleginnen verdient. „Fenja macht vorne im Sturm einen Riesenjob, sie ist richtig griffig und aggressiv“, lobte Abwehrchefin Dinah Fröhlich die neue Eintracht-Hoffnung in der Offensive.

Auch beim hart erkämpften Punkt am Sonntag gegen Bonn traf eine Nachwuchsspielerin. Nach einer frühen 1:0-Führung durch die routinierte Außenverteidigerin Luisa Hohenhövel glichen die Gäste noch vor der ersten Viertelpause aus. Die Gastgeberinnen agierten in dieser Phase zu drucklos, waren auf dem Weg nach vorne nicht zwingend genug. „Wir wollten nicht hektisch werden und die Nerven verlieren. Wir haben versucht, unser Spiel zu spielen und nicht in etwas Ungeplantes zu verfallen“, beschrieb Fröhlich.

Erstes Zweitliga-Punktspiel, erster Torerfolg

Vier Minuten vor Ende des dritten Viertels gingen die Bonnerinnen dann aber sogar mit 2:1 in Führung. Nun mussten die Löwinnen den Druck wieder erhöhen. Und die Angriffsbemühungen wurden mit dem 2:2-Endstand belohnt. Torschützin: Lydia Hirschler, wie Rees Jahrgang 2003. „Sie schießt in ihrem ersten Punktspiel ihre erste Bude, das war natürlich grandios“, freute sich Fröhlich für die Debütantin und ergänzte: „Wir haben dieses Jahr richtig gute Spielerinnen hochbekommen. Die Stürmerinnen sind jung und wild, und manchmal ist es auch richtig unorthodox und überraschend, was sie machen.“ Auch Dolge war begeistert vom zweiten Tor des Wochenendes von einer seiner A-Jugendlichen. „Es ist schon beeindruckend, wie unsere jungen Mädels auftreten“, kommentierte der Eintracht-Trainer die Nachwuchs-Power, „und wir fördern sie natürlich, weil sie unsere Zukunft sind.“

Ein Auswärtsspiel steht noch aus

Vor dem letzten Spieltag der 2. Liga Nord beim Crefelder HTC ist den Braunschweigerinnen der dritte Tabellenplatz in der Zehnerstaffel nicht mehr zu nehmen. Damit haben sie sich vorzeitig für die Aufstiegs-Play-offs im Frühjahr qualifiziert, in denen sie sich in Hin- und Rückspielen mit den vier anderen Teams der oberen Tabellenhälfte messen. Ein Aufstieg erscheint allerdings höchst unwahrscheinlich: Die bisher erreichten Punkte werden mitgenommen – und Tabellenführer Club Raffelberg hat 19 Zähler Vorsprung auf die Blau-Gelben.

Eintracht-Tore gegen Köln/Bonn: Emely Vysoudil, Anna Krause, Fenja Rees/Luisa Hohenhövel, Lydia Hirschler.

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