Doppelschlag entscheidet Partie

Braunschweig.  Der zweite Tabellenplatz in der Fußball-Bezirksliga zum Ende der Hinrunde geht nicht nach Lehndorf sondern zum TSV Wendezelle. Der bezwang den LTSV auf dem Kunstrasen am Blitzeichenweg mit 3:1 (1:0).

Und dieser Sieg, er war allemal verdient für die Kicker aus dem Landkreis Peine. „Man hat einfach gesehen, dass bei Wendezelle jeder Akteur zu 100 Prozent dabei war. Das fehlte über weite Strecken bei uns“, bilanzierte Lehndorfs Trainer Kai van der Vorst. Und tatsächlich war von den zuletzt überzeugenden Vorstellungen wie eine Woche zuvor gegen Woltwiesche (4:0) nicht mehr viel zu sehen.

Die Schwarz-Weißen legten dagegen los wie die Feuerwehr und entwickelten Dauerdruck. Schüsse von Niclas Kamp oder René Ahlers verfehlten zunächst noch das Ziel. Nach einer halben Stunde befreiten sich die Gastgeber aus der Umklammerung und hatten sogar die noch klareren Chancen, aber sowohl Ilya-Paskal Krecker als auch Roman Wagner trafen nur das Aluminium. In diese Drangphase hinein konterten dann die Wendezeller geschickt, Niclas Kamp kam frei zum Schuss und traf vor dem Seitenwechsel zum 0:1.

Den Beginn des zweiten Durchgangs verschliefen die Gastgeber dann völlig. Aus gefährlicher Position von halblinks bekam Wendezelle einen Freistoß zugesprochen, Niclas kam nahm Maß und zirkelte den Ball unhaltbar für LTSV-Keeper Oliver Hajok in den Giebel (47.). Die Gäste störten anschließend sofort vom Anstoß weg den Spielaufbau der Blau-Weißen erfolgreich, und nach einer Flanke von links war Erik Plote (48.) zur Stelle und netzte zum 0:3 ein.

Zwar gestaltete Lehndorf die Partie in der zweiten Hälfte offener, doch Zwingendes gelang zunächst nicht. Nach einem Freistoß schaffte Ilya-Paskal Krecker aus dem Gewühl heraus das 1:3 (65.), wobei die Gäste vergeblich reklamierten, dass ihr Torwart nicht regelkonform attackiert worden sei. Dazu kamen Distanzschüsse von Thorben Woyde und Felix Böttcher, bei denen Wendezelles Torwart Sven Kiontke aber auf dem Posten war.

Die Ansprache ihres Trainers Thomas Mainka, sich zu konzentrieren, zeigte bei den Gästespieler in der Schlussphase Wirkung, so dass Lehndorf nicht mehr zwingend zum Zuge kam. „Trotz allem haben wir keine schlechte Hinrunde gespielt, wir haben viel Zeit, die Wunden zu lecken – und dann greifen wir wieder an“, verspricht van der Vorst für die Rückserie.

Lehndorf: Hajok – Böttcher (72. Bunda), Schmidt, Allerkamp, Ritterbach – Woyde, Job (59. Rohland) – Wagner (80. Scheller), Walenczyk – Krecker, Hartmann.

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